27. 05. 2012
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Landesbeschäftigte fordern drei Prozent mehr Gehalt
(ehu) "Wir brauchen eine Stärkung des Binnenmarkts", begründet die Kölner Verdi-Geschäftsführerin Christa Nottebaum die Gewerkschaftsforderung nach mehr Gehalt für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes. Die Tarifverhandlungen beginnen am Freitag in Berlin. Verdi fordert drei Prozent mehr Lohn und einen Sockelbetrag von 50 Euro für jeden. "Gegenüber dem öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen besteht ein Nachholbedarf. Diese Gerechtigkeitslücke muss geschlossen", sagte sie am heutien Donnerstag in einem Pressegespräch. Der Tarifvertrag soll eine Laufzeit von 14 Monaten haben. In Köln arbeiten allein rund 15.000 Landesbeschäftigte in den Organisationsbereichen der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. Dazu gehören die Universitätskliniken, Universität und Sporthochschule, den Fachhochschulen, acht Finanzämter, die Justizvollzugsanstalt, Bezirksregierung, Gerichte und Staatsanwaltschaften sowie der Bau- und Liegenschaftsbetrieb.
Mehr Geld auch für die Feuerwehr
Verdi fordert außerdem, dass der Tarifvertrag zeit- und inhaltsgleich auf die bundesweit rund 1,1 Millionen Beamtinnen der Länder sowie die Kommunalbeamten übertragen wird. In Köln fallen rund 6000 Beamte des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) und der Stadt in die Zuständigkeit von Verdi. Ein Vertreter der Feuerwehr wies darauf hin, dass viele Stellen bei der Kölner Berufsfeuerwehr wegen der schlechten Bezahlung nicht besetzt werden könnten.
Das Geld für die Gehaltserhöhung sei vorhanden, so Brigitte Haase, Personalratsvorsitzende des Finanzamts Köln Nord. Man müsse nur die bundesweit 2.500 offene Stellen für Steuerfahnder und Betriebsprüfer besetzen. So entgingen dem Staat jährlich Steuereinnahmen von rund 30 Milliarden Euro. Sie begrüßte, dass die NRW-Regierung 200 entsprechende Stellen beschlossen habe.

























