Wetter


Webtipps:
Ratgeber für Aktien können das Risiko in Grenzen halten.

Boersen News





Köln Nachrichten Neu


zum Archiv ->

Köln Nachrichten bei Twitter





27. 05. 2012
Seite drucken

Landesregierung beschließt Sonderprogramm


25.06.2011 18:03 von:

Schlagwörter: NRW,Landesregierung,2011,Juni,Sonderprogramm,Fachkräftemangel,Kammern,Region

Angesichts der derzeitigen Konjunkturlage schlägt sich Deutschland mit einem Luxusproblem herum. Während in anderen entwickelten Volkswirtschaften wie den USA oder Spanien die Arbeitslosigkeit in den vergangenen Monaten neue Höchstwerte erreicht hat, geht sie in der Bundesrepublik weiter mit kräftigen Schritten zurück. Doch schon vor der historischen Wirtschaftskrise, in der das Thema Fachkräftemangel kurzzeitig aus den Schlagzeilen verschwand, war die demografische Entwicklung Anlass, sich Sorgen zu machen. Während die Kammern die Entwicklung in der Vergangenheit dazu nutzten, auf die Bedeutung der dualen Berufsausbildung aufmerksam zu machen und die Quote der Ausbildungsbetriebe zu erhöhen, haben sich die relevanten Akteure unter dem Schirm der rot-grünen Minderheitsregierung auf mehr verständigt. Am gestrigen Dienstag beschloss das Kabinett ein neues Sonderprogramm mit dem wohlklingenden Namen "Qualifizierung und Innovation zur Fachkrätesicherung". Bis zum Jahr 2015 sollen dafür 50 Millionen Euro bereit gestellt werden, kündigte das zuständige Landesministerium für Arbeit, Integration und Soziales an.

"Das ist eine gemeinsame Initiative mit Arbeitgebern, Kammern und Arbeitsverwaltungen in den sechzehn Arbeitsmarktregionen des Landes. Wir haben uns auf konkrete Strategien verständigt, den Fachkräftebedarf der Zukunft zu deckeln. Im Gegensatz zur Bundesregierung handelt das Land", betonte Landesarbeitsminister Guntram Schneider. Einer jüngsten Schätzung des Prognos-Instituts zufolge wird alleine in Nordrhein-Westfalen bis zum Jahr 2020 der Fachkräftebedarf auf rund 630.000 Personen anwachsen. Ein erster Schritt dazu ist der Aufbau eines regionalen Monitorings. Im Anschluss an die Bestandsaufnahme folgt die Aufstellung so genannter Handlungspläne, die wiederum mit starkem regionalen Bezug entwickeln werden sollen, hieß es dazu weiter. Einen Aufbau von Doppelstrukturen aber soll es nicht geben. Wie die Verantwortlichen weiter ausführten, werden mit Unterstützung des Landes lediglich bereits bestehende, regionale Strukturen gebündelt. Auch Ansätze aus dem so genannten Ausbildungskonsens sollen in die neue Initiative übernommen werden. Das Sonderprogramm sei allerdings kein Fachkräfteprogramm im klassischen Sinne. Gefördert werden ausschließlich Projekte, die den Zielen und obligatorischen Vorgaben des Ministeriums entsprechen. Dazu wird es einen so genannten "Fördersteckbrief" geben, wie das Ministerium abschließend erläuterte.







Artikel Service



Köln Nachrichten - das topaktuelle Newsportal fü Köln und die Region
Köln Nachrichten - developed with TYPO3 by beuse und beuse