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27. 05. 2012
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NRW: Land erhöht Anzahl der Ausbildungsplätze für Behinderte


13.12.2010 12:50 von:

Schlagwörter: NRW,Arbeitsministerium,Guntram Schneider,2011,Ausbildungsplatz,Programm,Behinder

Die nordrhein-westfälische Landesregierung will weitere Ausbildungsplätze für Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderte bereitstellen. Wie das nordrhein-westfälische Landesaministerium für Arbeit, Integration und Soziales am heutigen Montag bekannt gab, soll die Aktion "100 zusätzliche Ausbildungsplätze für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene" um weitere 50 Stellen aufgestockt werden. "Junge Menschen mit Behinderung haben es oft besonders schwer, einen Ausbildungsplatz zu finden. Wir wollen ihnen helfen, ihre Potenziale zu entwickeln und zu zeigen, was sie können", begründete Landesarbeitsminister Guntram Schneider die Entscheidung.

Die Initiative wurde dabei bereits im Ausbildungsjahr 2006/2007 von der damaligen schwarz-gelben Landesregierung und der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit gestartet. Die bisherige Bilanz fällt durchaus positiv aus. Durch die Förderung des Landes seien in den bisherigen Jahrgängen insgesamt 436 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen worden, hieß es aus Düsseldorf weiter. Die Erfolgsquote der Azubis bei den anschließenden Prüfungen lag bei über 80 Prozent, wie das Ministerium weiter betonte. Einer der Azubis, die über dieses Programm den Übergang Schule – Beruf in Angriff nehmen konnte, erreichte sogar einen Platz unter den Landesbesten, wie Schneider erfreut betonte. "Ein Ritterschlag für unsere Aktion", kommentierte Schneider dieses Zwischenergebnis.

Mit der Aktion wollen Landesregierung und Arbeitsagentur behinderten Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine zweite Chance geben, wenn sie im ersten Anlauf keine Lehrstelle gefunden haben. Tatsächlich kommen die meisten Ausbildungsplätze für diese Aktion aus der gewerblichen Wirtschaft. Damit sei eine praxisnahe Ausbildung gewährleistet und folglich auch die Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt. Berufsbildungswerke und Berufsförderungswerke unterstützen die Jugendliche durch Förderunterricht und sozialpädagogische Betreuung, hieß es dazu weiter. Neben der Förderung der jungen Menschen erhalten auch die Betriebe durch diese Einrichtungen Beratungsleistungen zur behindertengerechten Ausbildung. Dazu schließen die Bildungsträger mit den Azubis einen Ausbildungsvertrag ab, zugleich wird ihnen von den Trägern ein Coach zur Seite gestellt. Das Land NRW fördert das nun aufgestockte Programm für Menschen mit Behinderungen mit insgesamt 2,3 Millionen Euro pro Jahr, teilweise aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Die Regionaldirektion NRW der Arbeitsagentur steuert weitere Mittel in nicht genannter Höhe bereit. Der nächste Ausbildungsjahrgang startet bereits zum Beginn des Jahres 2010.

Jugendliche, die zu dieser Zielgruppe gehören, können sich ab sofort bei den so genannten "Reha-Teams" der nordrhein-westfälischen Arbeitsagenturen für einen Platz in diesem Programm bewerben. Der Beginn ist jedoch nicht festgelegt, auch ein Einstieg zu einem späteren Zeitpunkt ist möglich, betonten die Verantwortlichen abschließend.

Weitere Details des Landesprogramm finden sie auch in einer pdf-Broschüre, die im Internet verfügbar ist. Sie finden den Download unter: www.arbeit.nrw.de.







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