27. 05. 2012
Seite drucken
Pharmabranche rechnet mit leichtem Personalabbau
Die Führungskräfte der Chemischen Industrie (VAA) rechnet im kommenden Jahr mit einer weitgehend stabilen Entwicklung des Personalbestandes in der Branche. Allerdings zeigt ein genauer Blick in die einzelnen Segmente, dass es trotz der verhalten optimistischen Aussichten in einzelnen Teilbereichen doch Anpassungen nach unten geben wird. Das teilte der in Köln ansässige VAA in seiner gestrigen Presseerklärung mit. So rechnen die Führungskräfte des VAA in der Pharmabranche mit einem leichten Rückgang der Beschäftigtenzahlen. Dagegen scheint die Chemische Industrie tendenziell ihren Personalbestand halten zu wollen, einzelne Unternehmen wollen sogar zusätzliche Arbeitskräfte einstellen, hieß es dazu weiter.
Die verhalten optimistische Einschätzung der Führungskräfte dieser Branche steht im Gegensatz zum derzeitigen Stand der Euro- und Finanzkrise. In einer VAA-internen Umfrage gehen die Führungskräfte indes von einer eher stabilen Entwicklung aus. Die damit ermittelte Stimmungsumfrage bezieht sich dabei aber vor allem auf die Beschäftigungspläne bei großen Unternehmen, wie die Verantwortlichen einräumten. Rund ein Drittel der abgebildeten Firmen will im kommenden Jahr neue Mitarbeiter einstellen, der überwiegende Teil gehört zum Segment der Chemischen Industrie. Allerdings planen 22 Prozent der Unternehmen einen Stellenabbau. Dieser Abbau wird jedoch mit rund 3640 betroffenen Stellen eher moderat ausfallen. Bei derzeit rund 423.000 Stellen beläuft sich die Personareduzierung auf weniger als ein Prozent. Die Stellenreduzierungen würden, wie bereits in den vergangenen Jahren, insbesondere die Bereiche Produktion und Serviceleistungen treffen, hieß es dazu weiter.
Der VAA forderte die Bundesregierung in diesem Zusammenhang auf, die Forschungsförderung der Bundesregierung nicht zu kürzen, schließlich sei das auch im Koalitionsvertrag entsprechend geregelt. Eine auf Innovation ausgerichtete Forschung sei der Grundstein für zukünftige Erfolge deutscher Firmen auf den Weltmärkten, argumentierte VAA-Hauptgeschäftsführer Gerhard Kronisch. "Die steuerliche Förderung hat nicht nur einen positiven Effekt auf die FuE-Investitionen von Unternehmen in Deutschland, sondern auch auf das wirtschaftliche Wachstum und damit die Steuereinnahmen des Staates“, so der VAA-Verantwortliche. Diese Einschätzung basiere jedoch auf der Annahme, dass sich die derzeitigen konjunkturellen Rahmenbedingungen nicht wesentlich verschlechtern werden, hieß es dazu abschließend.


























