27. 05. 2012
Seite drucken
Speed-Matching: Kontaktbörse für Azubis kommt gut an
Das neue Ausbildungsjahr steht in den Startlöchern. Kurz vor den Sommerferien startete die Bundesbehörde daher eine neue Ausgabe des so genannten "Speed-Matchings". Hinter dem Anglizismus verbirgt sich nichts Anderes als eine Art Schnellvermittlung von Ausbildungsangeboten für interessierte Kandidatinnen und Kandidaten. Nicht ganz 300 Jugendliche folgten am vergangenen Dienstag der Einladung der Arbeitsagentur, wie die Verantwortlichen am gestrigen Freitag berichteten. Dabei erhielten sie mehr als 1300 konkreten Ausbildungsangebote, wie die Agentur weiter meldete. In zwei Wochen endet die offizielle Bewerbungsfrist. Für viele der Jugendliche drängt damit die Zeit, nach dem Abschluss der Schullaufbahn in die Phase des Berufslebens einzutreten.
An den Stationen saßen insgesamt 40 Beraterinnen und Berater der Agentur. Die Kontaktbörse bot den Ausbildungssuchenden aber nicht nur die reine Vermittlung mit den Ausbildungsangeboten. Vielmehr wurden die Jugendlichen auch beraten über Ausbildungswege, Anforderungen und die Praxis des Berufslebens. Vier Stationen waren dazu vorgesehen, sie musste jeder Teilnehmer durchlaufen. "Zu diesem Zeitpunkt geht es einerseits darum zu analysieren, was der Jugendliche an seiner Bewerbung und an seinem Auftreten verbessern kann. Andererseits suchen die Berater mit den Jugendlichen Nischen auf dem Ausbildungsmarkt, in denen sich noch Chancen bieten", erläuterte Peter Welters, Chef der Agentur für Arbeit Köln, den Ablauf einer solchen Schnell-Vermittlung. Und für den einen oder anderen Jugendlichen, insbesondere für die Kurzentschlossenen, gibt es zudem praktische Tipps oder gar die Vermittlung eines Ferienpraktikums, um den Alternativberuf antesten zu können.
Mit rund 2200 unbesetzten Ausbildungsplätzen zeigte sich die Angebotsseite zur Jahresmitte noch relativ entspannt. Hinzu kommt, dass in nicht wenigen Betrieben das Ausbildungsjahr bereits Anfang August beginnt. Es lohne sich daher, auch weiterhin die Augen und Ohren offen zu halten und sich auch nach Alternativen umzuschauen. Die Veranstaltung war zugleich gelebte Kooperation zwischen der Bundesbehörde und den beiden Kammer der Region. Die Arbeitsagentur stellte dabei mit 30 Beraterinnen und Beratern den Löwenanteil der Aufwendungen für die Veranstaltung.

























