27. 05. 2012
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VAA äußert Respekt zu Positionswechsel des DGB
Der Verband der Führungskräfte in der Chemischen Industrie (VAA) hat mit Respekt auf eine Richtungsentscheidung des Deutschen Gewerkschaftsbundes DGB reagiert. Der hatte am gestrigen Mittwoch seine Haltung zum Gesetz für Tarifeinheit revidiert und war aus der Allianz mit der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitsgeberverbände (BDA) ausgeschert. "Verfassung und Vernunft haben sich durchgesetzt", kommentierte der Hauptgeschäftsführer der Führungskräfte Chemie VAA Gerhard Kronisch, diese Entscheidung. Allerdings warnte er die Regierungskoalition davor, dieses unnötige und verfassungswidrige Gesetzesvorhaben weiterzuverfolgen. "In diesem Fall würden wir unsere Anstrengungen, uns gegen dieses überflüssige Gesetz zu wehren, verdoppeln", kündigte der VAA-Verantwortliche an. Die Berufs- und Spezialistengewerkschaften hatten sich seit Monaten gegen den Vorstoß von DGB und BDA zur Wehr gesetzt, zuletzt mit einen gemeinsamen Offenen Brief am 23. Mai, dem 62. Jahrestag des Grundgesetzes.
Genau jener Druck vonseiten der Spezialgewerkschaft dürfte letztlich wohl zum Einlenken des DGB insgesamt geführt haben. Entscheidend für den Positionswechsel des DGB dürfte aber die berechtigte Sorge der DGB-Mitglieder gewesen sein, am Ende werde vor allem die Streikfreiheit zugunsten der Arbeitgeber verkürzt, vermutet der VAA. Mit diesem DGB-Beschluss könne der Boden dafür bereitet sein, dass die jeweiligen Tarifparteien in einer Branche zu einem verantwortungsvollen und konstruktiven Miteinander finden, so Kronisch weiter. Dies sollte inzwischen umso leichter möglich werden, nachdem klar ist, dass die Unterbietungskonkurrenz in der Zeitarbeitsbranche durch das Bundesarbeitsgericht beendet worden ist. "Für unseren Teil kann ich nur sagen, dass wir stets ein hohes Interesse daran hatten und haben, uns in ein, wie wir es nennen, Verhältnis der positiven Ergänzungskonkurrenz zu unseren Partnern bei der IG BCE zu begeben. Wir wollen als Führungskräfte in unserer Branche einheitliche und geordnete, möglichst überschneidungsfreie Tarifvertragsverhältnisse, aber auf Augenhöhe und ohne den Zwang zur Tarifeinheit", betont der VAA-Hauptgeschäftsführer weiter.
Die Führungskräfte Chemie sind zusammengefasst im Verband angestellter Akademiker und leitender Angestellter der Chemischen Industrie e. V. (VAA). Der VAA vertritt die Interessen von rund 30.000 Führungskräften aller Berufsgruppen in der Chemisch-pharmazeutischen Industrie und den angrenzenden Bereichen.

























