27. 05. 2012
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Weltgrößter Kreditversicherer streicht 17 Stellen in Köln
(js) Eine Demonstration für den Erhalt tausender Arbeitsplätze bei Opel macht bestimmt mehr Eindruck. Bei der Kölner Filiale des weltgrößten Kreditversicherers Euler Hermes geht es dagegen "nur" um 17 Stellen. So war die Protestaktion am Freitag Mittag am Hohenzollernring auch entsprechend weniger auffällig, das Engagement der Betroffenen aber nicht weniger groß. Zu Monatsbeginn waren die Pläne der Hamburger Euler-Hermes-Zentrale, einer Tochter der Allianz-Holding, bekannt geworden. Bundesweit sollen rund 300 der 1600 Arbeitsplätze gestrichen werden. In Köln wäre davon der komplette Innendienst betroffen – 17 von 54 Jobs. Stattdessen soll deren Arbeit in einem Service-Center konzentriert werden. "Dabei hatte Euler Hermes gerade das erfolgreichste Jahr der Geschäftsgeschichte", so Betriebsratsvorsitzender Hans-Jörg Wagner. Die Vorgaben des Mutterkonzerns zur Eigenkapitalrendite seien mit 40 Prozent fast ums Dreifache übertroffen worden, fast 100 Millionen Euro Dividende hätten an die Firmenmutter überwiesen werden können. "Niemand versteht, warum in Köln der komplette Innendienst in die Arbeitslosigkeit geschickt werden soll."
"Der Gewinn sprudelt in diesem Unternehmen. Es ist unanständig, in dieser Situation die Existenz von Arbeitnehmern zu vernichten", kommentierte Rainer Klein, Fachsekretär der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, und versprach Unterstützung im Kampf für den Erhalt der Arbeitsplätze.

























