27. 05. 2012
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Zahl der Arbeitslosen in Köln sinkt auf neuen Tiefststand
Die Zahl der Arbeitslosen in Köln ist im Monat November in Köln überraschend deutlich gesunken. Mit 44.258 arbeitslos gemeldeten Erwerbsfähigen sank die Arbeitslosenzahl um gleich 5,2 Prozent oder 2.419, gegenüber dem Vorjahresmonat reduzierte sich dieser Wert sogar um 11,2 Prozent oder 5565, wie die Kölner Arbeitsagentur am heutigen Mittwoch meldete. Mit 8,5 Prozent erreicht die Arbeitslosenquote zudem den niedrigsten Wert seit der Wiedervereinigung. Sie sank gleich um 0,5 Prozentpunkte gegenüber Oktober 2011 und um 1,1 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahreswert. Auch in NRW und auf Bundesebene gingen die Arbeitslosenzahlen im November 2011 deutlich zurück, allerdings mit deutlich geringerer Dynamik. So sank die Zahl der Arbeitslosen im bevölkerungsreichsten Bundesland um rund 11.000 auf 681.000, die Quote sank folgerichtig von 7,7 auf 7,6 Prozent. Auf Bundesebene meldete die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg 2,713 Millionen Arbeitslose, 24.000 weniger als ein Jahr zuvor. Auch hier reduzierte sich die Quote um 0,1 Prozentpunkte auf nunmehr 6,4 Prozent. Der Arbeitsmarkt der Domstadt entwickelte sich damit deutlich positiver als der Gesamtmarkt, wie die Vergleichszahlen zeigen.
„Sinkende Arbeitslosenzahlen haben wir angesichts der stabilen Konjunktur erwartet. Der Rückgang fiel jedoch ungewöhnlich hoch aus. Er liegt mit gut fünf Prozent gegenüber Oktober deutlich über dem langjährigen Mittel eines Novembers. Die Einstellungsbereitschaft der Kölner Wirtschaft hat – trotz der Skepsis mancher Konjunkturbeobachter – nicht nachgelassen. Der Kölner Arbeitsmarkt geht robust in die Winterpause“, kommentierte Roswitha Stock, Vorsitzende der Geschäftsführung der Kölner Arbeitsagentur. Die Zeichen stehen dabei auch weiterhin auf Grün. So berichtete Stock von weiter sinkenden Entlassungszahlen und einer unverändert hohen Einstellungsbereitschaft. Außerdem stellten die Verantwortlichen fest, dass „nahezu alle Personengruppen“ gleichermaßen von der guten Konjunktur am Arbeitsmarkt profitieren konnten. Allerdings gebe es eine Ausnahme. Menschen mit Behinderungen wiesen im November eine höhere Arbeitslosenzahl auf als ein Jahr zuvior.
Weiterhin befinden sich in der Millionenstadt am Rhein nahezu unverändert viele Menschen in so genannten arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen. Ohne diese „Entlastung“ läge die Zahl der Arbeitslosen in Köln bei weiterhin 70.197. Bildet man die Differenz der offiziellen Arbeitslosenzahlen und der so genannten „Unterbeschäftigung“, ergibt sich ein Wert von fast 27.000 Erwerbsfähigen, die sich in einer Qualifizierung oder anderen Maßnahmen zum Wiedereinstieg ins Berufsleben befinden. Zusammen genommen läge die Arbeitslosenquote bei 13,2 Prozent, hieß es dazu weiter. Die Arbeitsagentur sei jedoch weiterhin um „passgenaue Arbeitsvermittlung“ bemüht. So wolle man bei wachsendem Bedarf an qualifizierten Fachkräften den Auswirkungen des demografischen Wandels entgegenwirken. Hoffnung machte die Agenturchefin dabei auch den Geringqualifizierten und Langzeitarbeitslosen. Auch für sie gebe es „immer mehr Chancen“, so Stock abschließend.

























