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27. 05. 2012
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Arbeitskampf im Einzelhandel auch in Köln


22.06.2011 14:14 von:

Schlagwörter: Köln,Einzelhandel,Streik,Tarifabschluss,Real,Verdi,Aldi,Schlecker,Leiharbeit,201

(ehu) Bestreikt wurden am Mittwoch von fünf Uhr bis Mitternacht die Filialen der Handelskette Real in Köln-Porz und Köln-Gremberg. Weit über die Hälfte der Belegschaft war dem Aufruf der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi gefolgt und ließ sich auch von strömendem Regen nicht davon abhalten, vor den Eingängen zu demonstrieren. Es kam nur zu unwesentlichen Störungen des Kundenverkehrs, da die Filialleitungen durch die Einstellung von Leiharbeitern vorgesorgt hatten.

In ganz Nordrhein-Westfalen kam es bei 16 Real-Märkten zu Streiks. Zum Teil legten die Mitarbeiter bei laufendem Betrieb die Arbeit nieder. Dadurch kam es besonders an den Frischetheken und den Kassen zu Schwierigkeiten, so Verdi. Durch Streiks im Zentrallager des Discounters Aldi kam es dort zur verzögerter Warenauslieferung. In zahlreichen Schlecker-Filialen wurden die Streiks vom Dienstag fortgesetzt.

Im Südwesten gibt es schon mehr Geld und im nächsten Jahr noch einen Nachschlag

Verdi fordert, dass in Nordrhein-Westfalen der Tarifabschluss von Baden-Württemberg eins zu eins übernommen wird. Dort hatten sich die Tarifpartner am 10. Juni darauf geeinigt, dass die rund 220.000 Beschäftigten im Einzelhandel ab 1. Juni 2011 drei Prozent mehr Lohn erhalten. Ab 1. Juni 2012 sollen weitere zwei Prozent mehr folgen. Außerdem gibt es im April 2012 eine Einmalzahlung von 50 Euro. Zudem wurde die Zahl der Urlaubstage für alle Beschäftigten auf 36 Tage erhöht. Damit wird die bisherige Altersstufung und damit mögliche Diskriminierungstatbestände nach dem Allgemeinen Gleichstellungsgesetz abgeschafft.

"Wenn hier die Arbeitgeberseite diesen Abschluss als `nicht übertragbar´ bezeichnet, müssen wir weiter für einen eigenen akzeptablen Tarifvertrag streiken", erklärte der Kölner Verdi-Fachsekretär Benedikt Frank. Die Gewerkschaft fordert 6,5 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 130 Euro sowie 65 Euro mehr für Auszubildende sowie eine Begrenzung der Leiharbeit. Die Arbeitgeber hatten zuletzt 2,5 Prozent mehr ab August 2011 und nach weiteren zwei Nullmonaten 1,5 Prozent im nächsten Jahr angeboten. Am Dienstag nächster Woche geht es in Düsseldorf in die nächste Verhandlungsrunde.







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