27. 05. 2012
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Axa-Ruhestandsbarometer 2011: Mehrheit weiterhin gegen Rente mit 67
Trotz der vielen Argumente für eine Anhebung des Renteneintrittsalters lehnt eine deutliche Mehrheit der Deutschen die "Rente mit 67†weiterhin ab. Das ergab eine Umfrage im Rahmen des Ruhestands-Barometers des Kölner Versicherers Axa. In regelmäßigen Abständen lässt die deutsche Tochtergesellschaft des französischen Versicherungsriesen das Vorsorgeverhalten der Deutschen analysieren. Auch vier Jahre nach der politischen Entscheidung der damaligen Großen Koalition ist die Akzeptanz dieser Neuregelung allerdings weiterhin eher dünn. 71 Prozent der befragten Erwerbstätigen lehnen einen Renteneintritt mit 67 Jahren nach wie vor ab. Damit ist der Anteil der Kritiker sogar noch gestiegen. Vor vier Jahren lehnten 69 Prozent die Verlängerung des Arbeitslebens ab, teilte das Unternehmen weiter mit.
Besonders die Gruppe der 35- bis 49-Jährigen hält wenig von der Arbeitszeitverlängerung. Fast drei Viertel der Befragten (74 Prozent) lehnte die Neuregelung ab. Bei den älteren Arbeitnehmern zwischen 50 und 64 Jahren liegt die Ablehnungsquote mit 73 Prozent nur wenig darunter. Die jungen Erwerbstätigen stehen der Rente mit 67 weniger ablehnend gegenüber, wenngleich auch sie mehrheitlich (63 Prozent) gegen eine Anhebung des Renteneintrittsalters sind. Bei den 25- bis 34-Jährigen sagten neun Prozent der Befragten, dass sie einen späteren Ruhestand gutheißen. 28 Prozent der Befragten heißen das längere Arbeitsleben weder gut, noch missbilligen sie es. Die Vorsorgeexperten des Kölner Versicherers vermuten, dass der Ruhestand noch immer als positives Ende eines langen Arbeitslebens betrachtet wird. Für 90 Prozent der befragten Erwerbstätigen ist der Ruhestand die Lebensphase, in der man Zeit für sich und für andere hat.
Auch im internationalen Vergleich zeigt sich, dass die Deutschen besonders kritisch auf eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit reagieren. Während auch in Spanien und in Mittel- und Osteuropa fast drei Viertel der Befragten (74 Prozent) gegen ein höheres Renteneintrittsalter. In Japan ist das völlig anders. Hier begrüßt sogar eine knappe Mehrheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine Ausweitung der Lebensarbeitszeit (51 Prozent). Folgerichtig liegt hier die Ablehnerquote deutlich unter den Werten in der Bundesrepublik. Das AXA Ruhestand-Barometer ist eine quantitative, repräsentative Umfrage zur Bevölkerungseinstellung zum Lebensabschnitt "Ruhestand". Die Studie führte die Gesellschaft für Konsum-, Markt- und Absatzforschung (GfK) im Auftrag von AXA 2010 durch. Insgesamt 13.123 Personen in 13 Ländern stellten sich den Fragen der Interviewer. In Deutschland wurden das 501 Probanden ab einem Alter von 25 Jahren sowie 500 Ruhe- und Vorruheständler befragt, teilte das Unternehmen abschließend mit.

























