27. 05. 2012
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Bundesverband BVSE lobt neue europöäische Richtlinie
Der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. BVSE mit Sitz in Bonn hat sich nach der Entscheidung des Europäischen Parlaments zur neuen europaweiten Elektroschrott-Richtlinie zufrieden gezeigt. Wie die Verantwortlichen am gestrigen Donnerstag ausführten. Bringe die so genannte „WEEE-Novelle“ der Branche und den dahinter liegenden Gedanken einen echten Fortschritt, so der BVSE-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock. "Wir sehen die Änderung der Elektronikschrott-Richtlinie positiv. Der Europäische Gesetzgeber hat hier für echten Fortschritt gesorgt", so Rehbock zum Ergebnis der parlamentarischen Abstimmung.
Die Branche hat es dabei vor allem auf die Wiederverwertung der vielen Rohstoffe in Elektroschrott abgesehen. Gerade ein rohstoffarmes Land wie Deutschland könne es sich nicht erlauben, wie bisher rund 142.000 Tonnen Elektroschrott einfach in die Mülltonne zu werfen oder in nicht zertifizierten Anlagen entsorgen zu lassen. Der BVSE sprach sich für eine zügige Umsetzung der Richtlinie durch den Deutschen Bundestag aus. Der Verband fordert bereits seit längerer Zeit eine „verbrauchsnahe Entsorgungsstruktur“ "Die WEEE gibt hier die Richtung vor, indem sie den Handel in die Pflicht nimmt, bei dem zukünftig der Verbraucher seine Elektrokleingeräte kostenlos abgeben können soll. Allerdings hält der Recyclingverband die Begrenzung auf Geräte, die nicht größer als 25 Zentimeter sind, für "vollkommen impraktikabel". Warum soll ein Rasierapparat abgegeben werden dürfen, aber eine Kaffeemaschine nicht“, so die Detailkritik auf den Punkt gebracht.
Ein weiterer Vorteil der neuen Richtline sei es, dass zukünftig der illegale Export von alten Elektrogeräten wesentlich effizienter bekämpft werden kann. So müssen Exporteure zukünftig die Gebrauchsfähigkeit solcher Geräte nachweisen können. Der dadurch bedingte Verlust der wertvollen Rohstoffe sei für Deutschland ein Verlust. Neben dem Rohstoffentzug führt der unkontrollierte Export aber auch zu einer Verlagerung der Umweltprobleme. Denn die Geräte werden in den Empfängerländern zumeist unsachgemäß zerlegt, so der abschließende Hinweis des Verbandes.


























