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27. 05. 2012
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Chemiepark Knapsack will Standort festigen


09.08.2011 16:23 von:

Schlagwörter: Köln,Knapsack,Hürth,2011,August,Investitionen,Chemiepark,Infraserv,Zukunft,Optim

Auch wenn viele mit der chemischen Industrie Schadstoffe, Gift und Chemikalien verbinden, ist dieser Industriezweig eine Schlüsselindustrie. Kaum ein Gegenstand des täglichen Bedarfs, der nicht in der einen oder anderen Vorstufe von den Leistungen dieser Branche profitiert, ja sie überhaupt erst ermöglicht. Nach dem historischen Einbruch des Jahres 2009, dass vor allem die stark exportorientierten Produktionsstätten rund um die Millionenstadt am Rhein hart traf, hat sich die Branche inzwischen wieder deutlich erholt. Diese Position müsse man nun weiter festigen, erklärte die Betreiber des Chemieparks Knapsack im Rhein-Erft-Kreis westlich von Köln am heutigen Dienstag.

In die Beurteilung der wirtschaftlichen Bedeutung müsse auch die enge Verzahnung mit Zulieferern, Dienstleistern, Logistik- und Handelsunternehmen beachtet und einbezogen werden. Folgerichtig muss der Fokus der handelnden Verantwortlichen auf Langfristig- und Nachhaltigkeit gelegt werden. Dieser Aufgabe hat sich auch der Betreiber des Chemieparks verschrieben. "Wir sehen es als eine unserer Hauptaufgaben, den im Chemiepark Knapsack angesiedelten Unternehmen als verlässlicher Partner zur Seite zu stehen. Deshalb unterstützen wir die Unternehmen nicht nur mit der Bereitstellung von funktionstüchtigen Infrastruktureinrichtungen und hochwertigen Dienstleistungen. Auch wenn sie ihre Anlagen oder Gebäude erweitern beziehungsweise ihre Geschäftsaktivitäten hier am Standort ausbauen möchten, sind wir mit Rat und Tat zur Stelle", beschrieb Helmut Weihers, Geschäftsleitung InfraServ Knapsack, den eigenen Anspruch.

Grund für den Optimismus sind auch die Aktivitäten der im Chemiepark ansässigen Firmen. Und die setzen auf Expansion und Ausbau. So hat der Betreiber als Bauherr und Investor erst kürzlich einen Erweiterungsbau eines Verwaltungskomplexes für die Bayer-Tochter CropScience fertig gestellt und tritt hier als Vermieter auf. Der norwegische Energieerzeuger Statkraft baut derzeit ein zweites Gas- und Turbinenkraftwerk (GuD). Mitte 2013 soll die neue Stromerzeugungsanlage ihren Betrieb aufnehmen. Die geplante Erzeugungskapazität soll bei rund 430 MW liegen. Die Anlage könnte den Stromverbrauch von rund einer halben Million Haushalten abdecken, umschrieb Dr. Horst Kesselmeier, Leiter Projektentwicklung der Statkraft Markets GmbH, die Bedeutung des Kraftwerkprojekts. Auch hier unterstützte der Betreiber die Verantwortlichen mit einem gebündelten "Genehmigungs-Management", wie die Betreiber weiter ausführten.

Insgesamt investierten die insgesamt 28 ortsansässigen Chemieunternehmen in den vergangenen zwölf Jahren rund 1,6 Milliarden Euro. Dort arbeiten relativ viele Fachleute und Studierte. 870 der insgesamt rund 2200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Chemiepark arbeiten auf den Lohnrollen des Betreibers Infraserv Knapsack. Zumindest beim Betreiber selbst hat sich die Zahl der Angestellten sogar noch leicht erhöht. Trotz hoher Mitarbeitertreue muss sich auch der Chemiepark-Betreiber mit den Folgen des befürchteten demografischen Wandels beschäftigen. Mit Angeboten wie Väterzeit, Teilzeitbeschäftigungen und Arbeit im Homeoffice soll der Arbeitsplatz familiengerechter gestaltet werden. Auch die Nachwuchsförderung ist ein wesentlicher Bestandteil der Personalstrategie. Mit rund 70 Auszubildenden kommt Infraserv auf eine Ausbildungsquote von rund acht Prozent. "Der Blick in die Zukunft kann also durchaus von Optimismus geprägt sein, so Weihers abschließend.







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