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1. 11. 2014
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Deutsche Bierkongress in Köln


03.02.2011 17:47 von:

Schlagwörter: Köln,Hotel,2011,Februar,Best Western Hotel,Innovation,Bierkongress,Export,Bier

Am 25. und 26. Januar dieses Jahres trafen sich rund 80 führende Repräsentanten der deutschen Brauereiindustrie zum 13. Deutschen Bierkongress in Köln. Die zweitägige Veranstaltung fand in diesem Jahr im Kölner Hotel Best Western im Stadtteil Braunsfeld statt. Dabei diskutierten die Vertreter ihrer Zunft unter anderem die möglichen Folgen des fortgesetzten Preiskampfes und Möglichkeiten der Brauerein, dem allgemeinen Wertverfall des Produktes entgegen zu wirken, wie die Organisatoren am heutigen Dienstag im Nachklang der Veranstaltung zusammenfassten. Einigkeit hingegen herrschte bei der Einschätzung, dass die Bierbranche umdenken müsse, um Wege aus der Absatzkrise zu finden. "Wir müssen mal wieder Gas geben, mal was Neues machen, was riskieren" forderte Heinz Grüne, Geschäftsführer des rheingold Institut für qualitative Markt- und Medienanalysen. Die Brauereien klagten über sinkende Umsätze und Verkaufszahlen, zurückzuführen sei dies jedoch überwiegend auf die Aktivitäten der Branche, so der einhellige Tenor der über 20 Referenten. Ein Grund dafür könnte in der Art und Weise der Bewerbung des Lebensmittels Bier liegen, so die Vermutung der Marktteilnehmer und –experten.

"Bierwerbung ist langweilig, ohne Emotionen, es prickelt nicht. Es gibt drei Irrtümer in der Bierbranche. Der erste: Bier ist trend- und modeabhängig. Das stimmt so nicht! Bilder, Codes und Metaphern gerade der jüngeren Konsumenten änderten sich, die Kunden seien kritischer geworden, Marken werden gewechselt. Wer nicht erfolgreich wirbt, wird mit Oettinger bestraft", erläuterte stellte der gebürtige Kölner Diplom-Psychologe Grüne fest. Was früher funktionierte, wird heute kritisch beäugt. Insbesondere müssen Klischees und Stereotype, die sich mit dem alkoholischen Getränk verbinden, kritisch hinterfragt und am besten thematisiert werden, forderten die Marktteilnehmer. Der Psychologe empfahl den Anwesenden Unkonventionalität und den einen oder anderen Tabubruch. Damit gewinne man Spielraum für Neues, so der Expertenrat. Als positives Beispiel stellten die Experten das Beispiel der in Köln hergestellten Fassbrause aus dem Hause Gaffel dar. Das Erfrischungsgetränk habe nach Ansicht der Marktkenner wie eine Bombe eingeschlagen. Eine weitere Möglichkeit aus der Absatzkrise ist die Eroberung neuer Märkte im Ausland. Trotz seins guten Rufs sind die deutschen Biere im Ausland eher unterrepräsentiert und spielen damit nur eine geringfügige Rolle. Ein weiteres Rezept könnte in der Wiederbelebung alter Biermarken liegen. In Hamburg bietet das Beispiel des Ratsherrn Pils eine solche Erfolgsstory.

Aber nicht die Bierbrauer aus dem Rheinland setzen auf neue Märkte und Ideen. Auch Marcus Korte von der Paulaner Brauerei zieht es ins Ausland. Als Zielmärkte der eigenen Expansionsbestrebungen nannte der Bierexperten die Länder Angola, Tschechien und Mexiko sowie weitere Zielländer in Fernost. Der heimische Markt ist eh bereits fest aufgeteilt. In der bayerischen Landeshauptstadt betreibt die Brauerei rund 20 eigene Brauhäuser. Die Auslandsaktivitäten sollen demzufolge zusätzliche Umsätze und damit Gewinne generieren. Korte jedenfalls gab sich auf dem Kongress optimistisch, wie die Organisatoren abschließend bekannt gaben.

Weitere Informationen zum 13. Kölner Bierkongress finden sie auch im Internet unter: www.euroforum.de.







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