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27. 05. 2012
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Deutsche Verkehrsflughäfen verpassen 200 Millionen-Marke


24.01.2012 08:30 von:(red)

Schlagwörter: ADV,Flughafen,Passagierzahlen,2011,Wachstum,Luftverkehrsabgabe

Auch der Flughafen Köln/Bonn, Nummer 6 unter den deutschen Passagierflughäfen, leidet unter der Luftverkehrsabgabe. Bild: Flughafen Köln/Bonn

Die deutschen Flughäfen haben im vergangenen Jahr das anvisierte Ziel von 200 Millionen Passagieren nicht ganz erreichen können. Wie der Flughafenverband ADV am gestrigen Montag bekannt gab, registrierten die Flughäfen insgesamt 198,2 Millionen Passagiere. Dabei sind die Wachstumsraten im Laufe des Jahres mehr oder weniger kontinuierlich zurückgegangen. Den Hauptschuldigen für das schwächer werdende Wachstum haben die Verantwortlichen schnell ausgemacht. Die im vergangenen Jahr eingeführte Luftverkehrsabgabe habe Spuren hinterlassen und für den Rückgang der Wachstumsraten gesorgt. Zwar wuchs die Zahl der Ein- und Aussteiger an den Verkehrsflughäfen gegenüber dem Vorjahr um fünf Prozent. Das aber lag an der eingeschränkten Vergleichbarkeit.

So hatte es im Vorjahr 2010 einige Vorfälle gegeben, die zu einer herben Einschränkung des Flugverkehrs über Deutschland und damit zu außerplanmäßigen Rückgängen geführt. Der Vulkanausbruch in Island sorgte im April für ein mehrtägiges Start- und Landeverbot. Folgerichtig stieg das Passagieraufkommen in diesem Monat um 30 Prozent. Auch der Wintereinbruch im Novemer und Dezember 2010 machte vielen Flugplänen einen Strich durch die Rechnung. Nimmt man diese Sondereffekte heraus, bleibt ein Wachstum von lediglich drei Prozent übrig, wie der ADV weiter ausführte. "Die Flughäfen spüren die schwächere Konjunkturentwicklung und vor allem die negativen Auswirkungen der vor einem Jahr eingeführten Luftverkehrsteuer immer deutlicher. Besonders hart trifft es kleine und mittlere Flughäfen. Hier ist die Verkehrsentwicklung niederschmetternd", erklärte Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbandes ADV in Berlin.

Am stärksten wuchs dabei der innereuropäische Flugverkehr, der ein Wachstum von 8,3 Prozent verzeichnete. Im innerdeutschen Verkehr stieg das Passagieraufkommen lediglich um 1,6 Prozent. Hier schlägt die neue Abgabe besonders durch. Das Wachstum war deshalb vor allem an den großen Flughäfen konzentriert, solche mit Drehkreuzfunktion, erläuterte Beisel weiter. Zwei Drittel der deutschen Flughäfen hingegen mussten mit stagnierenden oder gar sinkenden Passagierzahlen kämpfen. Folgerichtig forderte der ADV von der Bundesregierung eine Rücknahme oder Aussetzung der Steuer. Nur so ließe sich eine weitere anhaltende Schädigung des Luftverkehrsstandortes Deutschland verhindern. Im Dezember 2011 zählte der Verband 13,9 Millionen Fluggäste, 7,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Aber auch dafür gibt es eine Erklärung. Im Jahr zuvor mussten viele Flüge wegen der winterlichen Witterungsbedingungen abgesagt werden.







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