27. 05. 2012
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Entsorgungswirtschaft entwickelt Qualitätszertifikat
(ehu) Deutschland hat ein gut funktionierendes, wenn auch höchst kompliziert geregeltes Entsorgungs- und Recyclingsystem. Im Vorjahr wurden allein 2,8 Millionen Tonnen Verpackungen von den verschiedenen dualen Systemen eingesammelt. Doch lediglich für zwei Millionen Tonnen wurden die entsprechenden Lizenzgebühren gezahlt. Das kostet die Entsorger Geld – und das soll anders werden: Ab 2012 will der Bundesverband der deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e.V. BDE ein Qualitätszertifikat verleihen. Das teilte er am Donnerstag in Köln mit.
Entwickelt wird das Zertifikat von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO. Zur Zeit werden sechs Anbieter von Dualen Systemen überprüft. Sie müssen sich zu detaillierten, regelmäßig überprüfbaren Angaben verpflichten. Bei Verstößen kann es Strafen bis zu 3,5 Millionen Euro geben. Das Zertifikat soll dann den Firmen, die Verpackungsmaterial in den Verkehr bringen und dafür Lizenzgebühren zahlen, die Wahl des Dualen-System-Anbieters erleichtern. Gleichzeitig müsse aber auch die geltende Bundes-Verpackungsverordnung genauer gefasst und Ausnahmebestimmungen eingeschränkt werden, forderte ein BDO-Mitarbeiter.

























