27. 05. 2012
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Euroforum-Konferenz zur künftigen Entwicklung des Gasmarktes
Am 28. und 29. Juni findet im Renaissance Hotel in der Kölner Innenstadt die vierten Euroforum-Konferenz zum Thema Gaspreise statt. Organisiert wird die Fachveranstaltung vom Düsseldorfer Eventveranstalter Euro-Forum. Zwei Tage referieren Fachleute aus den verschiedenen Bereichen zu den unterschiedlichen Aspekten dieser Preiskopplung zwischen den beiden Rohstoffarten. Die Debatte könnte dabei nach den jüngsten Entwicklungen um den japanischen Atommeiler Fukushima neue Dynamik gewinnen. Die weltweite Erdgasnachfrage wird von der Abkehr von der Atomenergie und dem prognostizierten Wirtschaftswachstum mittelfristig profitieren und die Gaspreise ansteigen lassen. Der russische Energiekonzern Gazprom reagierte bereits auf die höhere Gasnachfrage in Folge der Reaktor-Katastrophe in Fukushima. Bis Dezember werde der Preis für 1000 Kubikmeter für langfristige Verträge auf durchschnittlich 500 Dollar steigen, kündigte Gazprom-Chef Alexej Miller Ende April dieses Jahres an. Die Preissteigerungen für langfristige Verträge begründet Gazprom mit der Ölpreisbindung.
Doch genau diese Preisbindung scheint in heutiger Zeit überholt, in jedem Fall wurde sie bereits während der Zeit vor der Wirtschaftskrise im Herbst 2008 in Frage gestellt. Nicht nur die Kunden des russischen Monopolisten fordern aber eine neue Kalkulationsgrundlage, da der internationale Gasmarkt mit einem Überangebot kämpft und die Spotpreise erheblich gefallen sind. Die vierte Eurofoum-Konferenz "Gaspreise", die am 28. und 29. Juni 2011 in Köln stattfindet, greift die aktuelle Diskussion um die Ölpreisbindung sowie die Entwicklungen an den Spotmärkten auf. Eugen Weinberg (Commerzbank AG), Georg Krude (E.ON Ruhrgas AG) und Nils Harder (ConocoPhillips) erläutern die Vor- und Nachteile der Ölpreisbindung und zeigen neue Optionen für langfristige Gasverträge auf. Die Auswirkungen des Wirtschaftswachstums sowie der Boom bei Gaskraftwerken auf die Preisentwicklungen sind weitere Themen. Einen Überblick über Angebot, Nachfrage und Preis im Gasmarkt gibt Privatdozent Dr. Christian Growitsch vom Energiewirtschaftlichen Institut an der Universität Köln. Durch die wachsende Bedeutung der erneuerbaren Energien erleben nun Gaskraftwerke eine Renaissance. Die steigende Bedeutung des Erdgases für die Stromerzeugung und die Folgen für den Gaspreis zeigt Torsten Amelung (Statkraft Markets GmbH) auf.
Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie das vollständige Konferenzprogramm samt Möglichkeit zur Online-Anmeldung finden sie auch im Internet unter: www.euroforum.de.


























