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27. 05. 2012
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Gamescom 2011 stellt Programm vor


17.06.2011 12:46 von:

Schlagwörter: Köln,Kölnmesse,BIU,Gamescom,2011,Wachstum,Neuerung,Spieleindustrie,Leitmesse

Vom 17. bis 21. August findet in der Kölnmesse GmbH die diesjährige Leitmesse der Spieleindustrie, die Gamescom, statt. Am gestrigen Mittwoch gaben die Verantwortlichen der Kölnmesse und des Bundesverbandes Interaktive Unterhaltungsmedien BIU erste Details des bevorstehenden Branchentreffens bekannt. Vor dem Hintergrund eines weiterhin expandieren Marktumfeldes zeigte sich vor allem Messechef Gerald Böse von dem diesjährigen Buchungsverhalten der Aussteller positiv überrascht. Außerdem kehren die Big-Player Sega und Capcom wieder als Aussteller auf die Messe zurück. Mehr als 500 Aussteller aus über 30 Ländern haben bereits zugesagt, zum derzeitigen Zeitpunkt bedeutet das ein zweistelliges Ausstellerwachstum. Ob sich diese Dynamik bis zur Messe halten lässt, ließ Böse offen. Mit Großbritannien steht überdies ein ausgesprochen wichtiger Games-Markt in diesem Jahr als offizieller Messepartner bereit. Auch davon versprechen sich die Initiatoren weitere Impulse für die Messe.

Konzeptionelle Weiterentwicklung und differenzierte Geschäftsmodelle

Auch im dritten Jahr haben die Organisatoren das Branchentreffen weiterentwickelt. Neben dem größten und umsatzstärksten Games-Markt in Europa stehen auch weitere Neuerungen an. So wird die Gamescom-Awards in diesem Jahr bereits zur Eröffnung der Messe am Kölner Tanzbrunnen bekannt gegeben und öffentlich ausgezeichnet. In der Fachjury, die die besten Produkte des Jahres würdigen wird, sitzen unter anderem auch Experten der IGN. Wer in diesem Jahr in Köln seine Welt-, Europa- und Deutschland-Premiere feiern wird, gaben die Initiatoren jedoch nicht bekannt. "Wir wissen aber, was läuft", führte BIU-Hauptgeschäftsführer Olaf Wolters aus. Neu ist zudem das Konzept des "Gamescom Campus" in Halle 8. Hier sollen die gesellschaftspolitisch relevanten Themen aufbereitet und gebündelt werden. Neben dem zentralen Thema Medienpädagogik und Kultur findet dort auch die Deutschen Meisterschaften im "Casemodding" statt. Edutainment-Angebote und die wissenschaftliche Aufbereitung der Gamesindustrie und ihrer Produkte runden das vielfältige Angebot in Halle 8 ab.

Auch das Marktumfeld der Games-Industrie scheint zu passen. Wie BIU-Hauptgeschäftsführer Wolters ausführte, zeigt sich die Branche insgesamt erfreulich robust. Im vergangenen Jahr wurden mit Produkten der digitalen Unterhaltung in Deutschland 1,86 Milliarden Euro umgesetzt. Softwarelizenen und der Verkauf von physischen Datenträgern und Internet-Downloads machen dabei weiterhin mit 1,59 Milliarden Euro den Löwenanteil am Geschäft mit interaktiven Unterhaltungsmedien aus. Immer bedeutender aber werden die Umsätze aus den Bereichen Abo-Gebühren bei Online-Games und dem Verkauf so geannter "virtueller Güter" in den Spielewelten. Während die Abo-Gebühren für Online-Games bereits einen Umsatz in Höhe von 194 Millionen Euro erbrachten, stieg der Umsatz mit virtuellen Gütern um sogar 38 Prozent auf 73 Millionen Euro. "Das ist eine positive und dynamische Entwicklung", so das Fazit von Wolters.

Um diesen Trend auch in Zukunft fortzuführen, bedarf es jedoch auch einer weiteren kontinuierlichen Verbesserung der Infrastruktur. Wolters forderte die Bundesregierung dazu auf, mit ihren Aktivitäten in Sachen Breitbandausbau nicht nachzulassen. Hochgeschwindigkeitsnetze sind eine unabdingbare Voraussetzung, damit noch mehr potenzielle Spieler Zugang zu den Online-Welten der Industrie finden. Sogar das einstige Sorgenkind der mobilen Spiele ist im vergangenen Jahr wieder auf den Wachstumskurs zurückgekehrt. Hier spielen Weiterentwicklungen von mobilen Endgeräten und dem Einzug der "touch-screen-Technologie" eine große Rolle. Sony und Nintendo haben hier mit ihren Endgeräten in der jüngsten Vergangenheit für entsprechende Aufmerksamkeit gesorgt. Zuversichtlich zeigte sich Spieleexperte Wolters auch in Sachen Preisfindung. Zwar befindet sich die Branche da noch im Findungsprozess, wie der Blick auf die Angebote und ihre Preismodelle zeige. Das treffe vor allem auf die neuen Geschäftsmodelle, insbesondere auf den Verkauf virtueller Produkte, zu. Hier sank zwar der durchschnittliche Preis im vergangenen Jahr von 54 auf 23 Euro pro Transaktion. Dafür aber vergrößerte sich die Kundenbasis, so dass dank des Kundenzuwachses ein Umsatzplus in diesem Segment von 38 Prozent übrig blieb. Ähnlich, wenn auch nicht ganz so augenscheinlich, ist die Entwicklung im Segment der Abo-Gebühren. Hier erhöhte sich der erzielte Jahresumsatz dank rund drei Millionen neuer registrierter Spieler um immerhin 24 Prozent. Beide Bereiche werden auch in diesem Jahr deutlich kräftiger zulegen als der Gesamtmarkt, ist sich Wolters sicher.

Rahhmenprogramm wie im Vorjahr

Während der Gamescom wird auch in diesem Jahr wieder ein umfangreiches Rahmenprogramm Teil der Großveranstaltung sein. So soll der Sonntag als letzter Messetag zum Familientag werden. Dazu bieten die Organisation ein vergünstigtes Familienticket zum Preis von 20 Euro an. Damit kommen an diesem Tag zwei Erwachsene und maximal drei Kinder im Alter zwischen 13 und 17 Jahren in den Genuss der Publikumsmesse. Wie schon bei anderen Veranstaltungen wird dabei in Halle 8 die Möglichkeit geboten, unter Anleitung von Medienpädagogen der ComputerSpielSchule Leipzig Spiele gemeinsam zu erkunden. Auch sonst wird es an diesem Messetag viele interessante Angebote für Nachwuchs und die Eltern geben. Die Game Developers Conference der internationale Entwickler-Szene sowie das gamescom Festival in der Kölner Innenstadt runden das Angebot ab und tragen es zugleich – entsprechend des vor Jahren entwickelten Konzeptes zur Öffnung der Messe – in die Stadt hinein. Das macht nicht nur den Kölner Messechef zuversichtlich. "Wir sind klar auf Wachstumskurs mit der Messe", bestätigte Böse. Im vergangenen Jahr kamen etwas mehr als 254.000 Besucherinnen und Besucher in die Messehallen. Das sollen auch in diesem Jahr nicht weniger werden.

Weitere Informationen zur Gamescom 2011 und den Angeboten finden sie auch im Internet unter: www.gamescom.com.







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