27. 05. 2012
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Gamescom 2011 wird größer und internationaler
Aller guten Dinge sind drei, lautet ein viel zitiertes Sprichtwort. Mit der dritten Leitmesse für die Spieleindustrie Gamescom ist den Verantwortlichen in diesem Jahr erneut eine Steigerung gelungen. Rund 550 Unternehmen sind als Aussteller in den Messehallen dabei, das bedeutet ein Plus von rund zehn Prozent (Vorjahr: 505). Aus Sicht der Verantwortlichen erfreulich ist das gestiegene Interesse ausländischer Player in diesem Markt. Die Zahl der ausländischen Aussteller wuchs mit 16 Prozent deutlich stärker. Ingesamt sind fast 40 Nationalen (Vorjahr: 33) auf der größten, europäischen Spielemesse vertreten. Ihr Anteil erhöhte sich auf jetzt 50 Prozent, nach 45 Prozent im Jahr zuvor. Die Verantwortlichen haben dabei sogar mehr Platz für den eigentlichen Zweck der Messe, das Antesten und Ausprobieren von Spieleneuheiten, eingeräumt, wie die Kölnmesse am heutigen Donnerstag bekannt gab.
"Dieses Ergebnis freut uns vor allem für unsere Besucher aus Deutschland, Europa und der Welt. Fachbesucher und Privatbesucher profitieren gleichermaßen vom Wachstum. In der business area bietet die gamescom noch mehr Kontakte und Zugang zu internationalen Märkten und Playern, in der entertainment area noch mehr Fläche für Spiele und Premieren", erläuterte Tim Endres, Projektmanager gamescom bei der Koelnmesse. Auch die Kölnmesse selbst wird von dem Premierenfieber nicht verschont. Nahezu täglich erreicht die Redaktion Köln Nachrichten Ankündigungen von Premieren für die bevorstehende Gamescom. Und auch die Veranstalter probieren Neues aus. So findet die Verleihung der Gamescom-Awards in diesem Jahr bereits zur Eröffnungsfeier statt. Großbritannien ist offizielles Partnerland der Gamescom. Nach Kanada im Vorjahr hat man sich damit einen der größten Spielemärkte überhaupt an Land gezogen. Am kommenden Sonntag findet zudem ein offizieller Familientag statt.
Mit SEGA und Capcom kehren dabei gleich zwei Key Player zurück zur Branchenmesse, die mit neuen Spielehighlights große Schlagzeilen schreiben werden. Mehr als 120.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche verwandeln sich in Köln in eine Welt aus Spiel, Spaß und Entertainment. Die exklusive business area als Treffpunkt der Industrie und Handel ist erneut in den Hallen 4 und 5 angesiedelt. Die entertainment area (Hallen 6-9) wächst erstmals in einen Teil der Halle 10 hinein ("extra level"). Zusätzlich zu dem gesamten Programm und den Spieleangeboten auf der gamescom gibt es am Sonntag insbesondere in Messehalle 8 zusätzliche Angebote speziell für Familien. So können Vorwuchs und Nachwuchs gemeinsam Spiele erkunden und dabei gegenseitige Klischees abbauen. Gemeinsam geht es auch ans so genannte "Casemodding". In 20 Minuten müssen die teilnehmenden Teams ein Computergehäuse möglich kreativ gestalten. Mit der Aktion "play2together" geht es ans gemeinsame Entdecken familiengerechter Computer- und Onlinespiele. Ein Medien-Quiz rundet das Familienangebot ab, wie die Verantwortlichen betonten.
Trotz der Bemühungen der Spieleindustrie und ihrer Protagonisten, die immer wiederkehrenden Klischees und Vorurteile gegen "Killerspiele" gibt es auch in diesem Jahr wieder Debatten im Vorfeld. So erregte die Anlieferung eines Original-Kampfjet vor allem unter den Kölner Grünen Unmut. Das sei ein falsches Zeichen, verherrliche das Militär und damit auch das hässliche Geschäft des Tötens, argumentieren die Gegner. Das flugunfähige Objekt sei ein Blickfänger und soll Aufmerksamkeit für einen Shooter erzeugen. Auch die Aufnahme eines neuen Shooters in die Spielklassen der European Sports League (ESL) sorgte für Unmut. Einen direkten kausalen Zusammenhang in der Ursachen-Wirkungs-Kette zwischen dem Spielen eines Shooters und der daraus sich ableitenden Gewaltbereitschaft von Jugendlichen oder jungen Erwachsenen hat bislang keine Studie wirklich beweisen können. Trotz der Aufgeregtheit haben die Vertreter von ESL und Spieleindustrie schon vor Jahren damit begonnen, neben den spieleverrückten Jugendlichen auch gleich die Eltern mit einzuladen. Die Erfahrungen damit waren alles andere als negativ, wie die Redaktion Köln Nachrichten schon vor Jahresfrist feststellen konnte. In Halle 8 findet dazu am Sonntag eine ganze Reihe von Fachvorträgen und Diskussionsrunden statt. Medienpädagogen berichten aus ihrem Alltag und geben Tipps für den richtigen Umgang mit Konsolen-, Computer- und Onlinespielen. Auch der Eintrittspreis an diesem Familientag ist barrierearm. Zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder zwischen sieben und 17 Jahre zahlen 20 Euro.
Weitere Informationen zur Messe finden sie auch im Internet unter: www.gamescom.de.

























