27. 05. 2012
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Hotels und Gaststätten freuen sich über starken Monat März
Das nordrhein-westfälische Gastgewerbe hat seinen schwachen zweiten Monat in diesem Jahr überwunden und ist auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Das jedenfalls belegen die jüngsten Statistiken zur Umsatzentwicklung der Dienstleistungsbranche, die am heutigen Mittwoch vom Statistischen Landesamt IT.NRW veröffentlicht wurden. Demnach erreichte die gesamte Branche ein nominales Umsatzwachstum von 3,8 Prozent. Unter Berücksichtigung der Preisentwicklung in den vergangenen zwölf Monaten bleib auch real ein ordentliches Plus von 2,6 Prozent übrig. Weil die März-Entwicklung aber nur eine Momentaufnahme ist, hinkt die Beschäftigungsentwicklung deutlich hinter dem deutlichen Umsatzwachstum zurück. Insgesamt beschäftigte das Gastgewerbe 0,5 Prozent weniger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als noch ein Jahr zuvor, meldeten die Landesstatistiker weiter.
Hotels und Pensionen und Gasthöfe sind die Gewinner
Ein besonders bemerkenswerten Umsatzsprung legte dabei das Hotel- und Beherbergungsgewerbe hin. In der Unterkategorie Hotels, Gasthöfe und Pensionen stieg das nominale Umsatzniveau um stolze 9,7 Prozent an. Und weil die Preise in diesem Segment im Jahresvergleich statistisch betrachtet nur leicht anstiegen, blieb auch real ein Umsatzplus von 9,1 Prozent übrig. Damit entwickelten sich diese Betriebe deutlich besser als der Rest der Branche. Dass gerade im Hotel- und Beherbergungsgewerbe die Zahl der Beschäftigten mit einem Minus von 2,9 Prozent den höchsten Stellenabbau verzeichnet, ist kein wirklicher Widerspruch, sondern eher Ausdruck einer gewissen Zurückhaltung bei der Beurteilung der Geschäftserwartungen in den kommenden sechs Monaten. Gerade die Einführung neuer kommunaler Abgaben, wie sie beispielsweise in der größten NRW-Kommune seit inzwischen einigen Monaten erhoben werden, wirken möglicherweise ebenfalls auf die Personalpolitik der Betriebe.
Bei derart hohen Wachstumsraten ist es folgerichtig, dass die anderen beiden großen Teilbereiche des Gastgewerbes deutlich zurücklagen. Während sich die Restaurant, Gaststätten, Eiscafés und Imbissstuben noch um 3,6 (nominal) bzw. 2,3 Prozent (real) und damit fast im Rahmen des Gesamtwachstum anstiegen, mussten die Betreiber von Kantinen und die Catering-Unternehmen deutlich Federn lassen. Ihre Umsätze gingen im März 2011 im Jahresvergleich um ein (nominal) bzw. 2,3 Prozent zurück. Dafür stieg hier – wie auch in der Gastronomie die Zahl der Beschäftigten leicht an. Allerdings waren die Zuwachsraten beim Personal mit 1,2 (Caterer) bzw. 1,4 Prozent in der Gastronomie deutlich positiver als im Hotelgewerbe, so die Landesstatistiker abschließend.

























