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23. 09. 2014
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ISM 2011: Süßes Leben in Köln


02.02.2011 22:08 von:

Schlagwörter: Köln,ISM,2011,Aussteller,Süßigkeiten,Süßwarenmesse,Messebericht

(Elena Beier) Süßwaren sind in Deutschland am preiswertesten: Selbst in Polen, Bulgarien oder Rumänien muss für den identischen Süßwarenkorb mehr ausgegeben werden, als die deutschen Konsumenten das tun. Das hat eine internationale Studie ergeben, die die Preise in 19 europäischen Ländern für einen durchschnittlichen Warenkorb verglichen hat. Doch es muss nicht nur preiswert sein: 2010 stieg der Import von Süßwaren um 9,2 Prozent und betrug 3,372 Milliarden Euro. Damit kletterte der Anteil des süßen Imports auf 25 Prozent. Bei den Einfuhren von Süßwaren aus Nicht-EU-Ländern ist das Partnerland der Messe die Türkei (nach der Schweiz) die Nummer zwei.

Besondere Ansprüche

Doch auch günstige Preise und gewisse Exotik reichen für gute Geschäfte in Deutschland nicht mehr aus, - so Franco Cibinetto, Exportmanager des italienischen Schokoladenherstellers ICAM: "Vor allem Bio-, Fair-Trade-Produkte sowie spezielle Ware für Diabetiker und Allergiker liegen auf dem deutschen Markt stark im Trend". So findet man auch unter den Messeneuheiten des traditionsreichen Unternehmens zum Beispiel glutenfreie Schokolade mit Zutaten aus ökologischem Anbau. Glutenfreies Gebäck und Brotbackmischungen werden auch von der Feinbäckerei Coppenrath als Messeneuheit präsentiert: "Immer mehr Menschen in Deutschland leiden an Glutenunverträglichkeit", - betont Birgit Hangebers: "Das Sortiment dieser besonderen Ware steigt ebenfalls kontinuierlich, genau so wie die Auswahl von zuckerfreien Produkten für Diabetiker". Für eine laktosefreie Diät gibt es auf der ISM auch Schokolade und Kekse. Zum Beispiel eine Neuheit mit dem bereits aus dem Einzelhandel bekannten Logo "MinusL". Diejenigen, die aus ethischen oder gesundheitlichen Gründen auf tierische Produkte ganz verzichten möchten, müssen auf Süßigkeiten doch nicht verzichten, so Dieter Röcker von Seitenbacher: "Viele unsere vegane Produkte ohne Eier, Milch uns Gelatine sind bereits in den Regalen des Einzelhendels zu finden". Neue Proteinriegel, Müslimischungen und Kekse, die auf der ISM in Köln zum ersten Mal gezeigt wurden, kommen demnächst auch in deutsche Supermärkte und in den Online-Shop von Seitenbacher.

Umwelt schützen und genießen

Auch naturbelassene Produkte wie Nüsse und Trockenobst liegen stark im Trend. Insgesamt werden die Konsumenten anspruchsvoller und achten auf Dinge, die noch vor wenigen Jahren keine Rolle gespielt haben, wie die Umweltverschmutzung bei der Produktion. So spricht man heute sogar von einem CO2-"Fußabdruck" einer Schokoladentafel. Wenn man sämtliche Emissionen entlang der Produktionskette ermittelt und berechnet, stellt man fest, dass – je nach Rezeptur – eine 100g Schokoladentafel 150 bis 180g CO2-Emissionen verursacht, während dieser Wert bei der Milchschokolade direkt auf 220 bis 280g CO2 steigt. Kompensiert der Schokoladenhersteller zum Beispiel die Abholzung des Regenwaldes für den Kakaoanbau durch entsprechende Aufforstung, spricht man von einem "Carbon Neutral Product": Eine Bezeichnung, die demnächst wohl öfter auf den Verpackungen stehen und für den Genuss ohne schlechten Gewissen sorgen soll.

Kreativ verpackt

Apropos die Verpackung: auch dieses Jahr haben Studenten der Köln International School of Design (KISD) mit einer Sonderschau von Entwürfen zum Thema "Sweet Seasons" die kreativen Inputs geliefert. In diesem Jahr geht es um die besonderen Anlässe, Feste und Feiertage, die auch mit dazu passenden Süßwaren – von den Kölner Nachwuchsdesignern phantasievoll und futuristisch verpackt – gefeiert werden sollen.

Weitere Informationen zur abgelaufenen Süßwarenmesse finden sie auch im Internet unter: www.ism-cologne.de.







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