Wetter



Köln Nachrichten Neu


zum Archiv ->

Köln Nachrichten bei Twitter

Follow us

25. 11. 2014
Seite drucken

Knapp 1500 Aussteller aus 64 Ländern auf der ISM 2011


30.01.2011 19:04 von:

Schlagwörter: Köln,Süßwarenmesse,ISM,2011,Eröffnung,Schokolade,Backwaren,Zucker,Süßigkeit,Eink

Die internationale Süßwarenmesse ISM hat am heutigen Sonntag ihre Pforten geöffnet. Bis zum Mittwoch kommender Woche (2. Februar 2011) zeigen 1494 Aussteller aus 64 Ländern ihre Neuigkeiten an feinen Süßspeisen. Im Vorjahr waren es gerade einmal neun Unternehmen mehr, die als Aussteller gebucht waren. Insgesamt belegt die Messe eine Ausstellungsfläche von rund 110.000 Quadratmeter in den hallen 2, 3, 4, 5, 10 und 11. Die Messe gehört dabei zu denen mit einem der höchsten Auslandsanteile. So stellen deutsche Aussteller mit 226 Unternehmen zwar das größte Landeskontingent. Aber rund 82 Prozent der Aussteller kommen aus anderen Ländern. Italien (141) und Belgien mit 135 Ausstel-lern sind ebenfalls stark vertreten. Sogar Kasachstan, Neuseeland, Saudi-Arabien und Ägypten sind auf der Messe vertreten, wenn auch mit jeweils nur einem Aussteller. Erstmals gibt es auf der diesjährigen ISM mit der Türkei ein offizielles Partnerland. Dazu gibt es in der Halle 2.2 einen "türkischen Pavillon".

Branche setzt auf Innovation

Schon im Vorfeld hatten Kölnmesse und die Vertreter des ideellen Trägerkreises zahlreiche Innovationen angekündigt. Trotz zuletzt deutlich gestiegener Kakaopreise auf den Weltmärkten gilt die Frucht des Kakaobaumes weiterhin als Inbegriff süßer Genüsse. Auch in diesem Jahr wartet die Branche auf der ISM wieder mit zahlreichen neuen Kombinationen auf. So dürfen die Einkäufer aus dem In- und Ausland unter anderem Schokolade in Kombination mit Sauerkraut, Heu oder süßen Oliven probieren. Stark im Kommen ist das Interesse an Früchten, Nüssen oder Mandeln in Verbindung mit Schokolade. Das Thema Kaffee ist da nicht weit, wie die Experten im Vorfeld berichteten. Sogar eine CO²-neutrale Schokolade soll es geben, ein Schweizer Hersteller stellt die Ergebnisse seiner vorherigen Untersuchungen vor. So verursacht die Herstellung von 100 Gramm dunkler Schokolade zwischen 150 und 180 Gramm Kohlendioxid. Bei Milchschokolade sind es sogar 220 bis 280. Dieser "Fußabdruck" soll reduziert werden, damit in Zukunft auch die Süßwarenproduktion klimaneutraler durchgeführt wird. Auch ohne Schokolade gibt es zahlreiche Neuigkeiten. Ein Hersteller wird seinen ersten Gemüseriegel vorstellen. Und auch einen Wettbewerb wird es geben. Am kommenden Dienstag werden ab 11 Uhr die drei besten Innovationen gekürt.

Industrie auf hohem Niveau

"Die ISM ist seit vier Jahrzehnten die Leitmesse der internationalen Süßwarenwirtschaft, und dies auf internationalem Niveau und mit Blick auf die Top-Einkäufer", erklärte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Kölnmesse GmbH, Gerald Böse. So hatte bereits im Vorfeld Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle zugesagt, die Messe zu eröffnen. Als offizieller Vertreter des diesjährigen Partnerlandes ist der Staatssekretär für Außenhandel in der Türkei, M. Zafer ÇaÄŸlayan, angereist. In der mittelständisch geprägten deutschen Süßwarenindustrie ist die Stimmung indes keineswegs euphorisch. Im vergangenen Jahr ist der Industrieumsatz auf knapp neun Milliarden Euro zurückgegangen (- 0,9 Prozent). Die Absatzmenge sank mit einem Rückgang von 0,6 Prozent auf 2,5 Millionen Tonnen nicht ganz so deutlich. Mehrere Preissenkungsrunden setzten die vielen Hersteller von Süßwaren jedoch unter Druck, wie der Bundesverband der Deutschen Süßwareindustrie e.V. (BDSI) im Vorfeld bekannt gab. Deutlich erholt zeigte sich hingegen der Export. "Deutschland bleibt Süßwarenexportweltmeister", erklärte Tobias Bachmüller, Vorsitzender des BDSI und des Arbeitskreises Internationale Süßwarenmesse (AISM) bereits in der Vorwoche. Die Exportquote lag in 2010 bei rund 45 Prozent. Die Menge der exportierten Süßwaren stieg im Jahresvergleich um 7,4, die Umsätze mit knapp 5,3 Milliarden Euro sogar um 9,5 Prozent. So kommt die Branche insgesamt auf ein moderates Umsatzwachstum von 1,4 Prozent auf 12,3 Milliarden Euro. Die abgesetzte Menge stieg sogar um 1,8 Prozent auf 3,69 Millionen Tonnen. Allerdings ging der Pro-Kopf-Verbrauch der Deutschen an Süßwaren im vergangenen Jahr um 0,6 Prozent auf 30,57 Kilogramm zurück. Während das Geschäft mit Schokoladen und feiner Bachware leicht anstieg, musste das Segment Zuckerwaren deutliche Umsatz- und Mengenrückgänge von mehr als zwei Prozent verkraften. Allerdings sorgte auch hier das Exportgeschäft für eine Kompensation, hieß es dazu weiter.

Die Messe wendet sich ausschließlich an Facheinkäufer aus dem In- und Ausland. Weitere Informationen erhalten sie auf den Internetseiten der Kölnmesse unter: www.ism-cologne.de.







Artikel Service