27. 05. 2012
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Köln erhält unterirdische Glassammelbehälter
Laurenzplatz, 13:30 Uhr: Bei dichtem Schneefall präsentierten die beiden Beigeordneten der Stadt, Henriette Reker (Umwelt, Soziales und Integration) und Bernd Streitberger (Stadtentwicklung, Bauen, Planen) die neuen Modelle der Unterflurcontainer, die zukünftig an verschiedenen Kölner Standorten die alten Glassammelcontainer ablösen sollen. Am Laurenzplatz ist der erste Standorte mit drei Behältnissen bereits fertig gestellt. Am heutigen Mittwoch wurde er offiziell eingeweiht. Die beiden Stadtverordneten sowie die Vertreter der beteiligten Betriebe verfolgten dabei den Entnahme- und Entleerungsvorgang mit Spannung. Neben dem Laurenzplatz am Kölner Bürgeramt stehen die neuen Unterflurcontainer bereits an der Kasemattenstraße sowie an der Moltkestraße. Im kommenden Jahr sollen drei weitere Standorte in der Kölner Innenstadt dazukommen. Und im Jahr darauf sollen die nächsten drei Standorte in Kölner Vororten umgerüstet werden.
Viele Vorteile für relativ kleines Geld
Dass die Umrüstung nicht alleine ästhetischen Gesichtspunkten geschuldet ist, machten die beiden Beigeordneten direkt am "lebenden Objekt" deutlich. So reduziert das neue Entsorgungssystem und die verzinkten Container mit einem Fassungsvermögen von jeweils drei bis fünf Kubikmeter den Geräuschpegel deutlich. Dass dies bei der heutigen offiziellen Übergabe auch tatsächlich funktionierte, lag weniger an der geschlossenen Schneedecke, die sich im Verlaufe dieses Pressetermins bildete, sondern vielmehr an der Mechanik des Systems. Weil die Flaschen unterhalb des Straßenniveaus versenkt werden und durch eine begehbare Bodenplatte abgedeckt sind, werden auch die sonst üblichen Aufschlagsgeräusche fast vollständig reduziert. Außerdem sorgt die relativ niedrige einwurfhöhe von 85 Zentimetern dafür, dass auch ältere oder mobilitätseingeschränkte Personen zukünftig ohne Mühen den Einwurfschlitz erreichen. Dass die unförmigen Kunststoffcontainer überdies kein wirklich erhebender Anblick im Kölner Stadtbild sind, ist ein weiterer Gesichtspunkt. Statt des bauchigen Containerkörpers sind fortan nur noch Einwurfsäulen zu sehen.
Zum Entladen selbst muss nicht einmal die Bodenplatte entfernt werden. Ein Einsatzfahrzeug der Entsorgungsfirma Remondis, die das Wertstoffsystem im Auftrag der Stadt betreibt, demonstrierte bei der heutigen Veranstaltung, wie schnell so etwas geht. Mit einem hydraulischen Hebearm werden die verzinkten Container samt begehbarer Bodenplatte angehoben und im Fahrzeug entleert. Damit beim Entleeren selbst Unvorsichtige nicht in die Grube stürzen können, hebt sich nach der Entnahme des Containers automatisch eine Bodenplatte, die dank einer Sicherheitsarretierung fast auf Oberflächenniveau abschließt. Die Kosten halten sich dabei in Grenzen. Insgesamt werden pro Standort rund 23.000 Euro einkalkuliert. Dabei entfallen rund 7000 Euro auf die eigentlichen Einbaukosten, 16.000 kosten die Apparaturen oberhalb und unterhalb der Erde. Das Entsorgungsunternehmen hat die Anschaffungskosten für die ersten drei Standorte übernommen. Die AwB selbst trug hier die Einbaukosten. Ab dem kommenden Jahr soll die AWB die Kosten alleine übernehmen, hieß es dazu abschließend.

























