27. 05. 2012
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Köln wird zum Mekka der Möbelbranche
Am heutigen Montag eröffnete in den Hallen der Kölnmesse die diesjährige internationale Fachmesse der Möbelbranche imm Cologne. Wie schon im Vorjahr wird auch in diesem Jahr das Segment der Küchenmöbel mit der integrierten Branchenschau „Living Kitchen“ ergänzt werden. Mit etwa 1150 Ausstellern aus 54 Ländern konnte die Fachmesse ihre internationale Leitmessenfunktion erneut unter Beweis stellen. Die Wochentage sind dabei ausschließlich für Fachpublikum vorgesehen, am kommenden Wochenende sind dann auch Privatpersonen zugelassen. Die Veranstalter rechnen mit erneut mehr als 100.000 Besuchern an den kommenden Tagen.
Branche im Umsatzplus
Die Branche beginnt das neue Jahr mit viel Optimismus. Tatsächlich hat sich das Kaufverhalten der Deutschen nicht zum Nachteil der Möbelindustrie verändert. 373 Euro pro Kopf gab jeder Deutsche im Jahr für Einrichtungsgegenstände aus, das ist ein Spitzenwert in Europa. Folgerichtig steht der deutsche Kunde auch im Fokus vieler ausläöndischer Möbelhersteller. Für das angelaufene Geschäftsjahr rechnet die Branche mit einem Anstieg von zwei Prozent, wie der Verband der deutschen Möbelindustrie im Vorfeld der Messe ausführte. Das Jahr 2011 allerdings war nach langen Jahren der Stagnationen ein regelrechtes Boom-Jahr, das Wachstum lag demnach bei sechs Prozent. „ Im letzten Jahr gaben die Bundesbürger so viel Geld für neue Möbel aus, wie seit zehn Jahren nicht mehr“, erklärte der Präsident des Branchenverbandes, Elmar Duffner.
Aus eckig wird rund – naturnahe Möbel auf dem Vormarsch
Zu den Megatrends der Möbelindustrie zählt die Formgebung der Einrichtungsgegenstände. Vor allem runde Möbel, die sich sanft in die Wohnungsbereiche anschmiegen, liegen im Trend. Hinzu kommt, dass die Funktion der unterschiedlichen Wohnräume sich geändert hat. Die Küche, früher Ort der Essenszubereitung und ihrem Verzehr, wird immer mehr zu einem Aufenthaltsraum – mit entsprechenden Konsequenzen für die Inneneinrichtung. „Entweder-oder“-Möbel werden dabei abgelöst durch multifunktionelle Möbel, die sich je nach Bedürfnis unterschiedlich nutzen lassen. Dieser Trend, vor Jahren bereits mit dem Schlagwort „Cocooning“ geadelt, scheint sich auch in diesem Jahr weiter fortzusetzen. So gehen Trendforscher davon aus, dass die eigene Wohnung immer mehr zum sozialen Mittelpunkt des Lebens wird. Besuche in Kneipen und Restaurants hingegen gehen tendenziell eher zurück. Dabei ist der Trend zur Singlewohnung ungebrochen. Nach Angaben des Bundesstatistikamtes sind 16,2 der bundesweit 40,3 Millionen Haushalte inzwischen Ein-Personen-Haushalte.
Ein weiterer Trend dieses Jahres ist die Sensibilität in Sachen Natur- und Klimaschutz, die sich beim Wohnen in der Präferierung naturbelassener Rohstoffe, allen voran Holz, ausdrückt. Zwar ein krasser Gegensatz, aber durchaus im Trend sind daher Möbel aus unbehandeltem oder gar gebrauchtem Holz. Möbel etwa aus alten Schiffsplanken -, Filzsitze, Echtmoos als Wandbild, Korkfußboden, eine Holzbadewanne, gepresste Gräser in gläsernen Duschtrennwänden, vermehrt Leder als Bezugsmaterial und echtes Tierfell, Dielenboden. Dem Endkunden dürstet nach echten, natürlichen Materialien ohne Industriegeruch, wie Holz, Glas und Stein, so der Veranstalter weiter. Favorit der Deutschen ist dabei – wie könnte es anders sein – das Holz des deuschen Nationalbaums, der Eiche. Aber auch Nussbaum, Ahorn, Buche, Esche, Erle und Birke sind beliebt.
Ein weiterer Megatrend ist die immer intensivere Durchdringung moderner Kommunikationsmedien. So gehört inzwischen der Fernseher oder das iPad zum festen Bestandteil der Wohnungseinrichtung, auch dafür müssen entsprechende Funktionsmöbel her. Die „Living Kitchen“ thematisiert jedoch auch andere Trend im früheren Esszubereitungszimmer. Der Messebereich „Comfort“ erstreckt sich über gleich vier Messehallen und beinhaltet dabei die weltweit größte Leistungsschau der Polsterbranche.
Weitere Informationen zur Leitmesse Imm Cologne finden sie auch im Internet unter: www.imm-cologne.de.


























