27. 05. 2012
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Kölner Markforscher untersucht Stressfaktor Flughafen
Die in Köln ansässige Beratungs- und Marktforschungsgesellschaft Servicevalue hat die deutschen Flughäfen einem so genannten "Stresstest" unterzogen. Das Ergebnis ist aus Sicht vieler Flughäfen eher ernüchternd. Nicht nur die aufwändigen und bisweilen geradezu peniblen Sicherheitskontrollen nerven immer mehr Fluggäste. Auch danach geht der Stress weiter, wie die Kölner Marktforscher herausfanden. Weitere Kritik kam am Preisniveau in den Flughäfen, der medizinischen Versorgung sowie fehlenden Leistungsangeboten auf. Weit mehr als jeder dritte Fluggast (38,3 Prozent) hatte an seinem Aufenthalt an deutschen Flughäfen etwas zu mäkeln, wie Servicevalue in seiner Kundenbefragung ermittelt.
Köln schneidet recht gut ab
In der Einzelauswertung der 15 untersuchten Verkehrsflughäfen liegt der Flughafen Hahn im Hunsrück mit 46,7 Prozentpunkten an der Spitze dieses Negativ-Rankings. Will heißen: Der Stress an diesem Flughafen wird von fast der Hälfte der Kunden bemängelt. Kaum besser sah es in Berlin-Schönefeld aus. Hier bewerteten 44,8 Prozent der Kunden den Flughafen und sein Leistungsportfolio als "stressig". Rang drei dieser Untersuchung geht an den größten deutschen Flughafen in Frankfurt am Main mit 43,3 Prozent. Den niedrigsten Stress-Index-Wert erreichte Stuttgart mit 27,9 Prozent. Köln kommt hier auf einen relativ guten fünftletzten Rang. 33 Prozent der Kunden am Konrad-Adenauer-Airport empfanden den Aufenthalt an diesem Flughafen als stressig. Neben Stuttgart waren nur die Flughäfen in Leipzig/Halle (31,8), Nürnberg (31,7) und Hamburg (30,6 Prozent) als weniger stressig beurteilt. Düsseldorf, der größte Flughafen in NRW, platziert sich mit 33,4 Prozent nur einen Platz höher als die Konkurrenz in der Wahner Heide.
Neben den Pflichtleistungen wie Sauberkeit, Sicherheit, Check-in-Möglichkeiten und Beratungsleistungen achteten die Kunden auch auf zusätzliche Leistungsangebote wie Gastronomie oder medizinische Dienstleistungen. Andere Stressfaktoren wie beispielsweise die schiere Anzahl der Fluggäste – wurde vor allem in Frankfurt am Main bemängelt – liegen nur bedingt in den Händen der Airport-Manager."Dem Kunden werden zur Stressreduzierung gerne Tipps zur Reiseplanung und zum Kofferpacken gegeben, doch für viele Kunden geht der Stress am Flughafen erst richtig los und wird auch dort verursacht", kommentierte Dr. Claus Dethloff, Geschäftsführender Gesellschafter der ServiceValue GmbH, abschließend.

























