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27. 05. 2012
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Land NRW steht zur Computerspielindustrie


20.08.2010 18:59 von:

Schlagwörter: Köln,gamescom,Kongress,2010,Diskussion,Gesellschaftspolitik,Landesregierung,BIU

"Killerspiele”, so lautet ein immer wiederkehrendes Schlagwort, mit dem Gegner der Computerspiele vermeintliche gesellschaftliche Fehlentwicklungen und in der Folge fatale Ereignisse wie zum Beispiel Amokläufe begründen. Diese Problematik war auch auf dem diesjährigen Kongress der Spielemesse gamescom wieder Thema. Ausrichter waren das Land Nordrhein-Westfalen, die Stadt Köln und der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU). Neben Vertretern der Politik waren auch Akteure aus der Spieleindustrie sowie Repräsentanten von Kultur, Bildung und Medien vertreten. Mit insgesamt mehr als 400 Besuchern hat auch diese Veranstaltung gegenüber dem Vorjahr zugelegt. Kölns Oberbürgermeister verwies in seiner Stellungnahme zur Veranstaltung auf die gesellschaftspolitische Relevanz der Branche. "Es ist mir sehr wichtig, dass gerade auch im Rahmen der gamescom eine intensive gesellschaftliche Diskussion stattfindet. In dem eintägigen gamescom-congress sehe ich eine ideale Plattform", so der erste Repräsentant der gastgebenden Stadt und Vorsitzende des Messeaufsichtsrates.

Auch aufseiten der NRW-Landesregierung ist man sich über die Bedeutung der Branche im Klaren, daran hat auch der Regierungswechsel im Grundsatz wenig geändert. "Computerspiele sind zu einem unverzichtbaren Bestandteil unseres alltäglichen Lebens geworden. Es ist dabei unbestritten, dass Pädagogen und Eltern eine wichtige Schlüsselrolle für die Medienbildung von Kindern und Jugendlichen haben. Das möchten wir mit diesem Kongress unterstreichen", erklärte der Staatssekretär im Landesministerium für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, Marc Jan Eumann (SPD). Einer der Schwerpunkte war die Debatte über die so genannten Welten, in denen sich die Gamer bewegen. Die vorgestellten Fallstudien sollen den politischen Entscheidern, aber auch den Vertretern der Schulen aufzeigen, mit welchen konkreten Auswirkungen sie im Zusammenhang mit der Bildung der nachwachsenden Generation umgehen müssen. Eine begleitende Ausstellung "Artworks Contest" vermittelte den Kongressteilnehmern zugleich einen Eindruck von den Lebenswelten von Jugendlichen.

Wie schon im Vorjahr war das Echo der Teilnehmer positiv. "Computer- und Videospiele sind in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen und mit weit mehr als 20 Millionen Gamern ein fester Bestandteil der Alltagskultur in Deutschland", erklärte der Geschäftsführer des Verbandes BIU, Olaf Wolters. Die Branche befindet sich trotz der jüngst veröffentlichten Umsatz- und Wachstumszahlen immer noch in einem steten Wandel und spricht dabei ein überwiegend junges Publikum an. Mit diesem Wandel müssen sich auch Eltern und Pädagogen täglich auseinandersetzen, eine nicht geringe Herausforderung, erklärte Wolters weiter. Über einen Umstand waren sich nahezu alle Beteiligten einig. So wichtig es ist, die Medienkompetenz und den richtigen Umgang mit Spielen zu fördern, so wenig taugt der Vorwurf der Gegner, Amokläufe oder Jugendgewalt einseitig auf Computerspiele zurückzuführen. Der gesellschaftspolitische Diskurs dazu wird aber sicher weitergehen. Auch darüber waren sich die meisten Teilnehmer einig.







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