27. 05. 2012
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NRW: Baunachfrage sinkt Ende 2010 wieder ab
Die Auftragseingänge in der nordrhein-westfälischen Bauindustrie sind im vierten Quartal 2010 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,3 Prozent zurückgegangen. Das teilte am gestrigen Mittwoch das Statistische Landesamt IT.NRW in einer Presseerklärung mit. Damit gehört die Bauwirtschaft trotz Konjunkturprogramm und der Konjunkturerholung im vergangenen Jahr weiterhin zu den wenigen Sorgenkindern der NRW-Wirtschaft. Besonders deutlich waren dabei die Unterschiede zwischen den Segmenten Hoch- und Tiefbau. Während der Hochbau mit einem preisbereinigten Minus von 1,2 Prozent noch vergleichsweise glimpflich davon kam, rutschte das Auftragsvolumen im Tiefbau im vierten Quartal regelrecht ab. 8,1 Prozent lagen die Auftragseingänge in diesem Segment unter dem Stand aus dem Vorjahr.
Auch innerhalb der beiden Bausegmente gab es deutliche Unterschiede. So profitierte der Bereich öffentlicher Hochbau mit einem Wachstum von 15,6 Prozent von der Realisierung der zahlreichen Baumaßnahmen im Zuge der Umsetzung des zweiten Konjunkturpakets. Auch der Wohnungsbau gehörte mit einem Plus bei den Auftragseingängen in Höhe von 5,3 Prozent zu den Gewinnern. Verloren hatte hingegen der gewerblich-industrielle Hochbau mit einem Rückgang von 8,2 Prozent. Im Tiefbau lagen die einzelnen Segmente deutlich näher beieinander. Pluszeichen gab es hier nicht. Während der sonstige öffentliche Tiefbau mit einem Minus von 5,6 Prozent noch den besten Wert im Tiefbaubereich aufwies, gingen die Auftragseingänge im Straßenbau um 9,8 Prozent zurück. Hier dürfte sich unter anderem auch der frühe und lang anhaltende Winteranfang bemerkbar gemacht haben.

























