27. 05. 2012
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NRW: Baunachfrage sinkt überraschend deutlich
Die Nachfrage nach Leistungen des nordrhein-westfälischen Bauhauptgewerbes ist im ersten Quartal dieses Jahres deutlich gesunken. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes IT.NRW ging die Baunachfrage gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,8 Prozent zurück. Dabei gab es in diesem Quartal eine deutliche Differenzierung innerhalb der verschiedenen Segmente. So schaffte der Hochbaubereich eine spürbare Steigerung der Auftragseingänge um 5,6 Prozent. Im Tiefbaubereich hingegen sank das Volumen der Auftragseingänge um 18,2 Prozent.
Der nähere Blick zeigt noch deutlichere Unterschiede. So erreicht der gewerblich-industrielle Hochbau mit einem Plus von 23,1 Prozent den deutlichsten Anstieg der Nachfrage. Auch im Wohnungsbau stieg die Nachfrage um 5,2 Prozent. Regelrecht eingebrochen ist hier allerdings der Bereich Öffentlicher Hochbau. Wegen des auslaufenden zweiten Konjunkturpakets ging das Volumen der Auftragseingänge um mehr als die Hälfte (- 53,7 Prozent) zurück.
Nicht ganz so hoch waren die Unterschiede im Tiefbau, aber auch hier erheblich. Eindeutiger Gewinner in der Quartalsstatistik war der Straßenbau, der das Volumen der Auftragseingänge sogar um 2,5 Prozent erhöhen konnte. Ansonsten aber standen dicke Minuszeichen zu Buche. Der sonstige öffentliche Tiefbau ging um 19,2, der gewerblich-industrielle Tiefbau sogar um 30,3 Prozent zurück, meldeten die Landesstatistiker abschließend.

























