27. 05. 2012
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NRW: Einzelhandel rutscht ins Minus
Nach den ersten beiden Monaten mit zumindest moderaten Pluszeichen ist der nordrhein-westfälische Einzelhandel im Monat März ins Minus gerutscht. Gegenüber dem Vorjahresmonat gingen die Umsätze im NRW-Einzelhandel um nominal 1,6, nach Berücksichtigung der Preisentwicklung sogar um 3,2 Prozent zurück. Trotz der rückläufigen Umsätze im März bleibt zumindest die Umsatzentwicklung in absoluten Zahlen mit einem Plus von einem Prozent positiv. Berücksichtigen die Landesstatistiker hingegen die Preisentwicklung der vergangenen zwölf Monate liegt der Umsatz im ersten Quartal 2011 um 0,5 Prozent unter dem Wert des Vorjahreszeitraums. Auf die Zahl der Beschäftigten wirken sich die monatlichen Umsatzzahlen – wenn überhaupt – mit Verzögerung aus. Im März 2011 waren im Einzelhandelsgewerbe immerhin 0,3 Prozent mehr Personen beschäftigt als ein Jahr zuvor, so die Landesstatistiker weiter.
Buch-, Schreibwaren- und Internethandel mit positiven Vorzeichen
Ein Blick auf die einzelnen Einzelhandelssegmente zeigt indes, dass auch im März die Entwicklung differenziert verlief. So verzeichnete beispielsweise der Fachhandel mit Büchern, Schreib- und Bürowaren ein Umsatzplus von 1,4 (nominal) bzw. 1,8 Prozent (real). Auch der so genannte "nicht verkaufsraumgebundene Einzelhandel", gemeint ist der Versand- und Internethandel) legte nominal um 8,5 Prozent zu. Unter Berücksichtigung der Preisentwicklung blieb allerdings nur eine "schwarze Null" übrig. Deutlich schlechter entwickelten sich hingegen die Bereiche Textilien/Bekleidung/Schuhe sowie der Handel in Apotheken sowie mit orthopädischen und kosmetischen Produkten. Während der Umsatz im Textileinzelhandel mit 3,7 (nominal) bzw. 4,9 Prozent (real) zurückging, reduzierten sich die Erlöse bei Apotheken sowie im Facheinzelhandel mit medizinischen, orthopädischen oder kosmetischen Artikel um 4,4 (nominal) bzw. 3,7 Prozent. Erstaunlicherweise verzeichneten diese beiden Segmente ein leichtes Plus bei den Beschäftigtenzahlen. Am dynamischsten entwickelte sich das im Bereich des Versand- und Internethandels. Hier stieg die Zahl der Beschäftigten innerhalb eines Jahres um stattliche 4,6 Prozent, teilte das Landesamt abschließend mit.

























