27. 05. 2012
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NRW: Im Juni rutscht Industrienachfrage ins Minus
Der Konjunkturboom in Deutschland und Nordrhein-Westfalen scheint eine Pause einzulegen. Darauf deuten die jüngsten Zahlen hin, die das Statistische Landesamt IT.NRW am heutigen Montag bekannt gegeben hat. Die Nachfrage nach Industriegütern aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland ist im Juni 2011 erstmals seit dem historischen Einbruch nach der Weltfinanzkrise im Jahr 2008 wieder leicht zurückgegangen. Das Minus blieb mit zwei Prozent nach Preisbereinigung allerdings im moderaten Bereich. Der Indexwert erreichte im Berichtszeitraum 97,6 Punkte, teilten die Landesstatistiker mit. Die Nachfrage aus dem Ausland war dabei insgesamt stabil, während sie aus dem Inland um vier Prozent nachgab.
Einzige Branche, die derzeit noch durchgängig positive Vorzeichen aufweist, sind die Hersteller von Investitionsgütern. Hier stieg der Auftragseingang insgesamt um drei Prozent. Dabei hielt sich die Inlands- und die Auslandsnachfrage mit zwei bzw. drei Prozent Wachstum die Waage. Bei den Herstellern von Gebrauchsgütern zeigt sich die Stabilität der inländischen Nachfrage. Während die Aufträge aus dem Inland um sechs Prozent anzogen, gaben sie im Ausland um 19 Prozent nach. Am stärksten zurück ging es im Juni für die Hersteller von Verbrauchsgütern. Insgesamt sanken die Auftragseingänge um zwölf Prozent. Vor allem aus dem Inland gab es 17 Prozent weniger Aufträge. Mit einem Rückgang von lediglich sechs Prozent stabilisierte das Auslandsgeschäft die Auftragslage in diesem Segment.

























