27. 05. 2012
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NRW: Industrienachfrage bleibt auch im August über Vorjahresniveau
In den vergangenen Wochen war viel über eine bevorstehende Abkühlung der Weltkonjunktur und damit ein Ende des Nachfragebooms nach Waren aus den exportorientierten Industriebetrieben die Rede. Allerdings bleibt das Nachfrageniveau auch im Monat August weiterhin auf einem hohen Niveau. Wie das Statistische Landesamt IT.NRW am heutigen Montag mitteilte, stieg das Volumen der Auftragseingänge im Monat August gegenüber dem Vorjahresmonat um fünf Prozent und damit recht deutlich an. Die Nachfrage aus dem Inland war dabei auch im Spätsommer 2011 höher als der Nachfrageschub aus dem Exportgeschäft. Während die Inlandsbestellungen um stolze sieben Prozent zulegen konnten, zogen die Bestellungen aus dem Ausland um lediglich drei Prozent an.
Innerhalb der verschiedenen Segmente waren im zurückliegenden Monat vor allem Vorleistungsgüter aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland gefragt. Hier verzeichneten die Betriebe bei den Auftragseingängen einen Anstieg von sieben Prozent (+ zehn Prozent aus dem Inland, + vier Prozent im Auslandsgeschäft). Direkt dahinter und ebenfalls mit positiven Vorzeichen lag die Branche der Investitionsgüterhersteller. Ein Prozent bei Auslandsnachfrage und sechs Prozent mehr Auftragseingänge aus dem Inland bedeuteten unterm Strich einen Anstieg von drei Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Die beiden Bereiche Verbrauchs- und Gebrauchsgüter hingegen mussten erneut ein Minus bei den Auftragseingängen verkraften. Das war bei den Gebrauchsgüterherstellern mit vier Prozent deutlich spürbarer als bei den Herstellern von Verbrauchsgütern. Hier kam zudem ein besondere Entwicklung zum Tragen. Während die Inlandsnachfrage um acht Prozent zurückging, zogen die Bestellungen aus dem Ausland spürbar an. Hier verzeichnete dieser Bereich mit einem Anstieg von neun Prozent sogar das höchste Wachstum beim Auslandsgeschäft in allen vier Segmenten. Unterm Strich blieb allerdings auch hier ein leichtes Minus von einem Prozent übrig, wie die Landesstatistiker abschließend meldeten.

























