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27. 05. 2012
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NRW: Industrienachfrage legt nochmals zu


01.07.2011 09:34 von:

Schlagwörter: NRW,Auftragseingang,2011,Mai,Großauftrag,Investitionsgüter,Industrie,Nachfrage,B

Nach der historischen Krise holt die nordrhein-westfälische Industrie weiter kräftig auf. Symbolbild: www.pixelio.de/mad max

Die Konjunktur in Deutschland läuft und läuft und läuft. Was vor zwei Jahren – mitten in der Wirtschaftskrise historischen Ausmaßes – kaum jemand für möglich hielt, wird nun immer mehr zur Gewissheit. In Deutschland brummt die Wirtschaft mit einer Dynamik, die selbst optimistische Wirtschaftsexperten nicht gerechnet haben. Jüngstes Beispiel ist die Nachfrage nach Produkten aus industrieller Fertigung. Wie das Statistische Landesamt IT.NRW am heutigen Freitag mitteilte, stiegen die Auftragseingänge im Mai 2011 um sage und schreibe 29 Prozent an. Der Indexwert erreichte einen Wert von 119,9 Punkten. Dabei ist es nun die Inlandsnachfrage, die den Industriebetrieben in NRW einen erneuten Wachstumsschub bringt. Aufgrund statistischer Effekte sollte sich das Wachstum nach mehr als einem Jahr Aufschwung eigentlich normalisieren. Mit einer erneuten Dynamisierung der Auftragseingänge scheint der Boom der deutschen Konkunktur nun sogar noch ein Schippchen oben drauf zu legen.

Vor allem im Segment der Investitionsgüter gab es einen regelrechten Run. Die Auftragseingänge aus dem Ausland stiegen bereits um 18 Prozent, aber was die Branche im Mai aus Deutschland registrierte, gleicht wohl eher einem vorgezogenen Sommermärchen. Mit sage und schreibe 130 Prozent (!) legten die Auftragseingänge aus dem Inland zu. Zusammen stieg die Nachfrage nach Investitionsgütern damit um stolze 62 Prozent. Einen solch dramatischen Anstieg der Auftragseingänge muss man in der Statistik des Landesamtes lange suchen. Dagegen erscheint es fast Nebensache, dass es auch in allen anderen Industriesegmenten Pluszeichen gab. Lediglich in zwei Teilsegmenten lag das Wachstum nur im einstelligen Bereich, ansonsten überwog zweistelliges Prozentwachstum. Allerdings reichte selbst dieser nochmalige Sprung immer noch nicht ganz, die Verluste aus der Wirtschaftskrise des Jahres 2009 auszugleichen. Gerade die Industriebetriebe hatten im Krisenjahr 2009 bei Umsatz und Auftragseingang herbe, ja fast existenzbedrohende Verlust verzeichnet. Allerdings dürfe der Mai-Anstieg auch nicht überbewertet werden, schließlich kam der überraschend hohe Anstieg bei den Investitionsgütern aufgrund eines Großauftrags zustande. Bei Verbrauchsgütern betrug das Wachstum hingegen lediglich sechs Prozent. In Deutschland lag es sogar nur bei einem Plus von zwei Prozent, der schwächste aller gemessenen Werte zu den Auftragseingängen im Mai.







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