27. 05. 2012
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Reiseindustrie blickt mit Zuversicht ins neue Jahr
Die deutsche Reiseindustrie geht auch im neuen Jahr von weiterhin guten Geschäften aus. Das ist das Ergebnis einer Branchenbefragung der Verantwortlichen in der Reisebranche, wie das Kölner Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Trendscope am gestrigen Montag bekannt gab. Etwas mehr als zwei Drittel der 500 wichtigsten Manager in der Branche gehen sogar von einem neuen Rekordjahr für die Reiseindustrie aus, so das Unternehmen weiter. Auch Deutschland rückt als Reiseziel der "Reise-Weltmeister" immer mehr in den Fokus. Dieser Trend wird sich auch im kommenden Jahr weiter fortsetzen, so die Meinung der Reise- und Tourismusmanager. Nach dem Einbruch im Krisenjahr 2009 gehen die Experten davon aus, dass die Deutschen im nächsten Jahr wieder mehr Geld für die schönste Zeit des Jahres ausgeben werden. 89 Prozent der Befragten zeigten sich dabei optimistisch.
Allerdings drohen auch Gefahren. Mit Sorge betrachten die Manager die Einführung einer so genannten Luftverkehrsabgabe. Auch die Einführung einer Bettensteuer stößt der Branche sauer auf. 94 Prozent aller Befragten gehen davon aus, dass andere Kommunen dem Beispiels Kölns folgen werden. So wird der Urlaub zusätzlich verteuert, kritisieren sie. Knapp zwei Drittel erwarten, dass die Hotelpreise im kommenden Jahr wieder das Preisniveau des Vorkrisenjahres erreichen werden, so ein weiteres Ergebnis der Umfrage. Einen Gewinner gibt es aber auch. Die Anbieter von Kreuzfahrten machen den All-Inclusive-Anbietern und Ferienclubs zunehmend Konkurrenz. Das erklärten zumindest rund 90 Prozent der Befragten. Allerdings drohen auch externe Störungen. Die Risiken der internationalen Kapitalmärkte, insbesondere die Schuldenkrise, waren der am häufigsten genannte Risikofaktor. Auswirkungen erwarten 65 Prozent der Experten vor allem für die Reisedestination Griechenland. Für 59 Prozent der Reisemanager wird Irland von den Reisenden abgestraft, hieß es dazu abschließend.

























