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27. 05. 2012
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Rückenwind für dritten Branchentag Windenergie NRW


20.04.2011 11:21 von:

Schlagwörter: NRW,Windenergietag,2011,Essen,Energiewende,Mai,CongressCentrum

Am 10. Mai blicken die Anhänger alternativer Energiequellen nach Essen. Im dortigen Kongresscenter findet an diesem Tag der dritte Branchentag Windenergie NRW statt. Aufgrund der jüngsten Debatten um eine bevorstehende Energiewende erhoffen sich die Veranstalter und Organisatoren von dem Branchentreff vor allem bundesweite Beachtung. Nach dem beschlossenen Atomausstieg der Bundesregierung eigentlich die "energetische Zukunft". Wie die aber konkret aussehen wird, ist derzeit beliebter Streitpunkt zwischen den Gelehrten und Fachleuten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft. Immer wieder werden die Kosten und die Dauer von Genehmigungsverfahren sowie die sich daraus abzuleitende fehlende oder mangelhafte Akzeptanz von Windenergieanlagen oder Pumpspeicherwerken zum Anlass von Kritik genommen.

Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund erwarten die Initiatoren des dritten Branchentages neben einem höheren Interesse vor allem eine intensive Diskussion um den Energiemix und praktikable Lösungsvorschläge für Kommunen, die Wirtschaft und damit auch zum Nutzen der Konsumenten. Zu den Fachleuten aus Unternehmen und Verbänden kommen auch Vertreter kommunaler Versorgungseinrichtungen, Behördenvertreter und Politiker zusammen. Und auch die Erzeuger der Windräder werden fast alle vor Ort sein. "Ich freue mich über den 3. Branchentag Windenergie, da er die Bedeutung dieser tragenden Säule der Erneuerbaren Energien für NRW unterstreicht. Die Landesregierung leistet mit dem neuen Windenergieerlass ihren ersten größeren Beitrag dazu, dass NRW bei der Windenergie wieder einen Spitzenplatz einnehmen kann. Wir schaffen mit dem neuen Erlass den Rahmen für neue Jobs, wir schaffen Investitionsanreize und wir sichern Zukunftstechnologien für unsere heimische Wirtschaft", warb Umweltstaatssekretär Udo Paschedag im Vorfeld der Veranstaltung.

Onshore-Windenergie gehört die Zukunft

"Um die schon vor Jahren eingeleitete Energiewende weiter zu forcieren, muss in erster Linie der Ausbau der Onshore-Windenergie in den Fokus gestellt werden", erläuterte Egbert Terholsen, Enercon GmbH. Das habe zum einen den Vorteil, dass die Technologie inzwischen bereits vorhanden und "marktfähig" sei. Zum anderen könne die wohnortnahe Installierung solcher Windkraftanlagen helfen, die enormen Kosten für den Leitungsbau maßgeblich zu reduzieren. Doch genau das ist das Dilemma. Riesige, sich drehende Windräder will niemand direkt vor der eigenen Haustür oder mit gutem Blick aus seinem eigenen Garten. Der Trend geht inzwischen eher in eine andere Richtung, die der großzügigen Abstandsregelung. Trotz dieser Schwierigkeiten bleibt die Branche im Großen und Ganzen optimistisch. "Die Windstromerzeugung onshore ist somit in der Lage, bis 2020 mindestens 20 Prozent am Gesamtstromverbrauch darzustellen", verweist Terholsen auf die Branchenprognose des BEE: Stromversorgung 2020 - Wege in eine moderne Energiewirtschaft. Den Rest soll aus dezentralen Quellen stammen, vorzugsweise aus erneuerbaren Energieträgern.

Dass die Windenergie auch ein Standortvorteil sein kann, unterstrich Achim Kettlack, Vorstand der eviag AG. Sein Unternehmen habe sich bewusst im bevölkerungsreichsten Bundesland angesiedelt, weil hier neben einem dichten Netz an Zulieferern auch zahlreiche Stromanbieter selbst, vor allem vonseiten der Stadtwerke, den Anteil erneuerbarer Energien derzeit weiter ausbauen. Das Windparkprojekt Grevenbroich mit den Duisburger Stadtwerken ist da nur ein Beispiel, erklärte Kettlack weiter.

Der dritte Branchentag Windenergie hat diverse Partner. Dazu gehören unter anderem der Bundesverband WindEnergie e.V., die Agentur für Erneuerbare Energien, die LEE NRW , der BDEW, der Städte- und Gemeindebund Nordrhein-Westfalen, der VKU, der VGB, der Städtetag Nordrhein-Westfalen, das Haus der Technik und der Immobilienbrief, windkraftkonstruktion.de und Energie& Management. Weitere Informationen finden sie auch im Internet unter: www.nrw-windenergie.de.







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