27. 05. 2012
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Stadt, Kammer und Verlag entwerfen Strategiepapier zum Medienstandort
Die Stadt Köln sieht sich gerne als heimliche oder nicht so heimliche Medienhauptstadt. Marktführer RTL, dem größten der öffentlich-rechtlichen Sender WDR und der Nummer 2 auf dem deutschen Zeitungsmarkt, dem Kölner Verlags- und Medienhaus DuMont Schauberg aber sind nur die Speerspitze einer Branche, die bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten die Domstadt und ihr Umland zu einem der Medienstandorte in Deutschland zu machen. Dahinter stecken Studiobetreiber in Köln und dem Umland (Hürth-Kalscheuren) sowie zahlreiche Produktionsfirmen und Mediendienstleister bilden den Unterbau. Zwar ist der Anteil der Medienbranche am Gewerbesteueraufkommen im Haushalt der Stadt Köln mit gerade einmal etwas mehr als drei Prozent eher überschaubar. Deutlich größer aber ist die Zahl und damit die Bedeutung für das Erwerbsleben. Viele Medienschaffende sind hier als Einzeltäter oder Kleinunternehmen unterwegs.
Eine der Erkenntnisse ist, dass die traditionellen Medienunternehmen mit den Standortfaktoren in Köln durchaus zufrieden sind. Das ging aus einem Workshop hervor, den die IHK im studio dumont mit Vertretern der Branche und der Stadtverwaltung abgehalten hatte. Eine Bestandsaufnahme des Marktes und eine Befragung von Branchenexperten sind ebenfalls Teil des neuen Positionspapiers. Sorgen bereitet den Verantwortlichen allerdings auch hier der zunehmende Fachkräftemangel. Noch in diesem Jahr kündigte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Herbert Ferger ein Konzept an, um genau das überwinden zu können. Um den Medienstandort zu sichern, müsse man sowohl die akademischen, wie auch die nicht-akademischen Fachkräftebedarfe berücksichtigen, hieß es dort. Große Hoffnungen setzen die beteiligten Urheber des Positionspapiers dabei auf die Medienkonvergenz, also die Annäherung der verschiedenen Medienkanäle dank des technischen Fortschritts der Engeräte und der Existenz des World Wide Webs. Hier sind die Medienanbieter in der Pflicht, schließlich müssen traditionelle Medienunternehmen schon seit mehr als einem Jahrzehnt die Herausforderung Internet in das eigene Geschäftsmodell einarbeiten.

























