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27. 05. 2012
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TÜV Rheinland AG: Freie Konkurrenz besser als Vertragswerkstätten


25.03.2011 22:57 von:

Schlagwörter: Köln,Prüfkonzern,TÜV Rheinland,Reifenwechsel,2011,März,Umfrage

Rund zwei Drittel der Deutschen lassen ihre Reifen zum Übergang von der Winter- in die Sommersaison in einer Werkstatt montieren. Dabei liegen in der Nutzung die Vertragswerkstätten in etwa gleichauf mit den freien Anbietern auf dem Markt. Das ergab eine repräsentative Umfrage, die der Kölner Prüfkonzern TÜV Rheinland in Auftrag gab. Am heutigen Donnerstag präsentierten die Kölner Experten die Ergebnisse ihrer Erhebung. Unter den anderen Pkw-Fahrerin wechseln etwa 15 Prozent ihre Reifen selbst, fünf Prozent lassen ihre Reifen aus der vorherigen Jahreszeit einfach auf den Felgen, so ein weiteres Ergebnis der Umfrage. Dabei vertrauen dem Service von Vertragswerkstatt oder freier Werkstatt vertrauen je gut einem Drittel der Autofahrer. Ein Viertel der Kunden geht zur Filiale einer Werkstattkette und zwei Prozent zu einer Tankstelle. Die Studie sollte herauszufinden, was dem Privatkunden beim Räderwechsel wichtig ist und wie sich die Kundenzufriedenheit noch erhöhen lässt.

Demnach sind Schnelligkeit, ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und ein guter Service bei den Privatkunden in Sachen Räderwechsel die Aspekte mit der höchsten Priorität. In allen diesen Kategorien schnitten Marken- bzw. Vertragswerkstätten im Vergleich zu freien Werkstätten und Werkstattketten schlechter ab, fanden die Autoren bei der Auswertung der Daten heraus. Für die Vertragswerkstätten ist der Reifenwechsel eher ein Nebengeschäft. Bei durchschnittlich 80 Minuten benötigter Zeit für einen kompletten Reifenwechsel bleiben den Vertragswerkstätten meist nur Einnahmen zwischen 25 und 35 Euro. Doch trotz der relativ margenschwachen Dienstleistung lohnt sich das Geschäft wegen der möglichen Kundenbindung, weiß Jan-Paul Brautmeier, Leiter der Autohausberatung beim TÜV Rheinland. Derzeit stellen die Werkstätten fest, dass die Mehrheit der deutschen Pkw-Besitzer immer seltener in eine Werkstatt zur Untersuchung kommen. Das Reifen-Saisongeschäft sehen Fachleute wie Brautmeier als "perfekte Gelegenheit, Zusatzgeschäft von bis zu zehn Prozent zu erzielen, hieß es dazu weiter.

Eine Überraschung gab es bei der Frage nach dem Ruf von Vertrags- und freien Werkstätten. Hier schnitten die Vertragswerkstätten deutlich schlechter ab als die Konkurrenz ohne fest Anbindung. Viele Verbraucher sind der Meinung, dass Erstgenannte teurer, nicht aber immer besser sind als die freie Konkurrenz. Das allerdings entspricht nicht der Realität. Vielmehr sind nicht strukturierte Arbeitsprozesse im Werkstattbetrieb, falsche Marketingstrategien und Mängel in der Ausbildung des Personals führen zu den schlechten Umfragewerten. Schon eine Prozessoptimierung würde vielen Werkstätten bares Geld einbringen. Nach Angaben des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe gibt es in Deutschland mehr als 38.000 Kfz-Betriebe mit rund 453.000 Beschäftigten.







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