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27. 05. 2012
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Umfrage: Führungskultur im Gastgewerbe besonders hoch


03.01.2011 11:55 von:

Schlagwörter: Köln,ServiceValue,Marktforschung,Umfrage,Führungskultur,2010,Gastgewerbe,Energie

31 Prozent der befragten Arbeitnehmer in Deutschland wollen im Laufe der nächsten zwölf Monate den Arbeitgeber wechseln. Das teilte am gestrigen Mittwoch das Kölner Beratungs- und Marktforschungsunternehmen ServiceValue GmbH mit. Wie die Kölner Marktforscher herausfanden, ist in nicht wenigen Fällen eine mangelnde Führungskultur in einem Unternehmen die Ursache für die relativ hohe Wechselbereitschaft der Angestellten. Am schlechtesten wird dieser Punkt derzeit in der Energiewirtschaft bewertet, wie eine aktuelle Untersuchung zur Führungskultur in Deutschland zeigt. Insgesamt wurden mehr als 5.500 Arbeitnehmerurteile eingeholt, teilte das Marktforschungsunternehmen mit.

Die besten Werte im so genannten Führungskultur-Index erreicht derzeit das Gastgewerbe mit einem Wert von 64,9 Punkten. Trotzdem ist die Führungskultur in Deutschland mit einem Durchschnittswert von 60,8 Punkten aber eher schwach ausgeprägt, stellten die Marktforscher fest. Im Einzelnen wurden dabei Aspekte wie Zuverlässigkeit, Wertschätzung, Empathie, Authentizität der Führungskraft sowie Entscheidungsfreiheit als wichtige Ausprägungen einer attraktiven Führungskultur unter die Lupe genommen. Auch der Öffentliche Dienst erreichte mit 63,3 Punkten eine gute Platzierung mit Rang zwei. Dritter im Bunde ist das Grundstücks- und Wohnungswesen mit 62,7 Punkten. Am unteren Ende der Tabelle rangieren die Energiewirtschaft mit einem Wert von lediglich 53,3 Punkten. Nur unwesentlich besser schnitten der Großhandel (57,7 Punkte) und die Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes (58,9 Punkte) ab. Während im öffentlichen Dienst die Zuverlässigkeit das stärkste Einzelmerkmal ist, überzeugt im Wohnungswesen vor allem das Einräumen von Entscheidungsfreiheit. Auffällig ist, dass in der Energiewirtschaft insbesondere die Wertschätzung der Mitarbeiter zu wünschen übrig lässt. In der Finanzwirtschaft mangelt es vor allem an Empathie der Führungskräfte. Das Gesundheits- und Sozialwesen überzeugt am wenigsten durch Authentizität der Vorgesetzten, so die Ergebnisse der Umfrage.

"Oftmals kommen Mitarbeiter wegen des Unternehmens und verlassen es dann wieder wegen der Führungskräfte. Leider steht die Führungskompetenz in deutschen Unternehmen noch zu selten im Fokus der Wertschöpfungskette", kommentierte Dr. Claus Dethloff, Geschäftsführender Gesellschafter der ServiceValue GmbH. Trotz der Wechselbereitschaft und der eher unterentwickelten Führungskultur bleiben die meisten Arbeitnehmer bei ihrem angestammten Arbeitgeber. Nachteil dieser Konstellation ist jedoch, dass viele Mitarbeiter eine innere Kündigung vollziehen und nur noch "Dienst nach Vorschrift" tun. Die dadurch erzeugten wirtschaftlichen Schäden sind kaum abschätzbar, hieß es dazu abschließend.







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