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27. 05. 2012
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Verdi-Vorstand Köln: Die Neuen sind die Alten


31.10.2010 12:44 von:

Schlagwörter: Köln,Gewerkschaft,Verdi,Vorstand,Mindestlohn,Gerechtigkeit,Kopfpauschale,Abel,De

(js) Ein branchenübergreifender Mindestlohn von 8,50 Euro, ein gerechtes Steuersystem, Abschaffung der Krankenkassen-Kopfpauschale, Stärkung der Mitbestimmung, Ausbau der der direkten Demokratie, Kampf gegen Rechtspopulismus – das sind einige der Ziele, die sich Verdi-Köln für die nächsten vier Jahre gesetzt hat. Auf der Bezirks-Delegiertenkonferenz wurde am Samstag auch ein neuer Ortvereins-Vorstand gewählt. Der bisherige Vorsitzende Peter Densborn und seine Stellvertreterin Heidrun Abel wurden dabei in ihrem Amt bestätigt. Insgesamt hat der neue Vorstand 29 Mitglieder, er vertritt unter anderem Beschäftigte aus Handel, Versicherungen, öffentlichen Diensten und Verwaltungen, aus Medienbereich, Verkehr und Logistik. Grußworte kamen von SPD-Elfi Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes, dem Köln-Bonner DGB-Vorsitzenden Andreas Kossiski und Monika Schwarz von der Verdi-Landesverwaltung. Über 20 Anträge standen zur Abstimmung.

In seinem immer wieder von Beifall unterbrochenen Grundsatzreferat griff Wolfgang Uellenberg van Dawen von der Verdi-Bundesverwaltung das aktuelle Kampagnen-Motto "Gerecht geht anders" auf. Der schwarzgelben Bundesregierung warf er "sozialen Vandalismus" vor, die wahren "Staatsfeine" seien nicht die Arbeitslosen, sondern die Unternehmer, die den Beschäftigten Niedriglöhne zahlten, die dann von den Arbeitsagenturen zum Existenzminimum aufgestockt werden müssen. Sie könnten sich so bereichern und die Konkurrenz, die nach Tarif zahle, vom Markt drängen. Bundesweit werden die Löhne von 1,3 Millionen Beschäftigten aufgestockt, in Köln sind es 18.400. Uellenberg warnte vor der Umgestaltung des Gesundheitssystems, die allein auf Kosten der Arbeitnehmer gingen. Am Ende stehe eine Drei-Klassen-Medizin. Er forderte eine Rücknahme der Rente mit 67, gleiche Bezahlung in einem Betrieb für Festangestellte und Leiharbeiter, die Einführung einer Erbschafts- und Vermögenssteuer statt eines Sparprogramms. Außerdem warnte er vor der Abschaffung der Gewerbesteuer in der bisherigen Form, der "einzigen Einnahmequelle der Kommunen".

Mit knapp über 41.000 Mitgliedern ist der Verdi-Ortsverein Köln der zweitgrößte in Nordrhein-Westfalen. Zwar ist die Zahl der Mitglieder seit 2006 um 1,2 Prozent gesunken, Zuwächse gab es allerdings bei der Jugend und im Fachbereich 7, in dem unter anderem die Erzieherinnen organisiert sind. Verdi-Geschäftsführerin Christa Nottelbaum führt dies auf die öffentlichkeitswirksamen Aktionen der Jugend unter anderem für die Übernahme von Azubis im öffentlichen Dienst und die erfolgreichen Streiks in den Kindertagesstätten im Vorjahr zurück. Als Grund für den starken Mitgliederrückgang im Medien-bereich nannte sie den Strukturwandel, für den besonders die Schließungen von Bauer-Druck und der Bachem-Druckerei stehen. Finanziell steht der Ortsverein solide da.







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