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27. 05. 2012
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Arbeitgeber fordern Verbesserung der Kölner Infrastruktur


22.02.2012 12:00 von:(red)

Schlagwörter: Katerfrühstück,Arbeitgeber,Infrastruktur,Forderung,Haushaltssanierung,Einsparung

Der Ausbau der Infrastruktur ist eine notwendige Voraussetzung für eine Stärkung des Wirtschaftsstandorts Köln. Bild: Straßen.NRW

Am heutigen Aschermittwoch fand im obersten Stockwerk des Pulman Hotels das traditionelle Katerfrühstück der Arbeitgeber Köln statt. Für deren Vorsitzenden Michael Jäger gibt es trotz der derzeit gar nicht so schlechten Ausgangsposition aber noch eine Menge zu tun. Ein Kritikpunkt, der in jüngster Zeit immer stärker in den Fokus der Aufmerksamkeit rückt, ist die Mobilität und damit die Verkehrssituation in Köln. So belegt die Millionenmetropole am Rhein in einem Mobilitätscheck der 15 größten Städte Deutschlands lediglich den vorletzten Rang. Ob die Situation auf dem Kölner Autobahnring mit ihren Dauerbaustellen im Westen und Osten, der jüngsten Engpasssituation auf der Autobahn A 57 nach dem Brand eines Lagers unter einer Autobahnbrücke nahe Dormagen oder der Nord-Süd-Stadtbahn und der damit bedingten einseitigen Sperrung einer wichtigen Ost-West-Achse. Nicht nur für Kölner ist die verkehrliche Erreichbarkeit der Domstadt inzwischen zu einem beständigen Ärgernis geworden.

Forderung einer Abkehr von Ideologien

Viele der Forderungen und Argumente sind dabei keineswegs neu. So fand die heutige Veranstaltung auch unter dem Motto „Und täglich grüßt das....“ statt, in Erinnerung an jene Legende des Murmeltiers von Punxsutawney im US-Bundesstaat Pennsylvania, das zum Ausgangspunkt eines Films über eine Zeitschleife wurde. In Anwesenheit zahlreicher Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft stellte Jäger für die Arbeitgeberseite ebenfalls nicht ganz neue Forderungen auf. „Ich denke, dass ein unverbrauchter Blick auf unsere Stadt auch einmal einen Perspektivwechsel erfordert. Daher hat sich Köln heute einem kritischen Dialog stellen müssen“, so der Vorsitzende und Gastgeber.

Warnung vor allzu starker Steuerbelastung

So zitierte der Vorsitzender der Arbeitgeber Köln aus einem weiteren Städteranking der (arbeitgebernahen) Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), in dem nicht einmal jeder sechste Unternehmer (16,3 Prozent) der Kölner Stadtverwaltung einen „guten Umgang mit den öffentlichen Finanzen“ zusprach. Trotz Gewerbe- und Grundsteuererhöhung gebe es weiterhin noch immer keine konkreten Einsparvorschläge. Auch die jüngste Verschiebung der Haushaltsplanberatungen und damit die vorläufige Haushaltsführung bis in die zweite Jahreshälfte tragen nicht dazu bei, dass das Vertrauen der Gewerbesteuerzahler in die Stadt wächst, so Jäger weiter. Der Stadt steht ein heißer Frühling bevor. Bereits im März dieses Jahres will Kölns Kämmerin Gabriele C. Klug eine Liste mit möglichen Einsparungen vorlegen. So soll gewährleistet sein, dass bis zur nun geplanten Verabschiedung des Haushalts genügend Zeit bleibt, die notwendigen Sparmaßnahmen hinlänglich zu kommunizieren. Die Stadt muss dabei nicht weniger schaffen als eine Quadratur des Kreises. Denn die Arbeitgeber fordern zugleich eine „kontinuierliche Verbesserung der Infrastruktur, vor allem im Verkehrsbereich“.

Die Vereinigung Arbeitgeber Köln ist ein freiwilliger Zusammenschluss von elf Arbeitgeber- und Unternehmerverbänden der Metropolregion Köln. Dabei wollen die Kölner Arbeitgeber branchenübergreifend Initiativen und Konzepte zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Köln entwickeln. Vertreten sind unter anderem die Metall- und Elektroindustrie, die Chemische Industrie sowie Handel, Dienstleistungsbranchen und das Handwerk. Das Katerfrühstück findet traditionell am Aschermittwoch statt.







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