27. 05. 2012
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IHK-Ehrenamt: Unternehmerinnen wollen Qualität statt Quote
Die Unternehmerinnen der Industrie- und Handelskammer zu Köln haben sich in einem Offenen Brief an die zuständige Landesministerin für Gleichstellung, Barbara Steffens (Grüne), gewandt. Darin lehnten die Autorinnen des Schreibens eine Quote für die ehrenamtliche Mitarbeit in IHK-Gremien ab. "Die Bereitschaft, Unternehmerinnen in Ehrenämter zu berufen, ist längst da. Von einem 'mangelnden gleichstellungspolitischen Bewusstsein' kann keine Rede sein", betonte Birgit Dircks-Menten, Vizepräsidentin der Kölner Kammer. Allerdings räumte auch die Unternehmerin auch ein, dass sich bislang zu wenig geeignete Aspirantinnen an der ehrenamtliche Arbeit in der Kammer beteiligen. "Es fehle oft schlicht und einfach an geeigneten Kandidatinnen". Eine Quotenregelung für ehrenamtliche Mitarbeit lehnten die Unternehmerinnen hingegen ab. "Die Qualität sollte vor der Quote stehen", so Dircks-Menten weiter.
In ihrem Schreiben wiesen die IHK-Damen darauf hin, dass die "vermeintlich mangelhafte Beachtung des Landesgleichstellungsgesetzes durch die IHK Köln" ausgerechnet von einem männlichen Mitglied der IHK-Vollversammlung geäußert wurde. Der Beitrag, den Unternehmerinnen an der ehrenamtlichen Arbeit der IHK geleistet haben, sei in den vergangenen Jahren stetig angewachsen. Inzwischen gebe es zwei Vizepräsidentinnen, jeweils eine Vorsitzende in Ausschüssen oder Wirtschaftsgremien sowie 17 Unternehmerinnen in der Vollversammlung. In der hauptamtlichen Geschäftsführung der Kammer sind fünf der zwölf Geschäftsführer weiblichen Geschlechts. Allerdings sei ausbaufähig, scheitere jedoch nicht am angeblich mangelnden gleichstellungspolitischen Bewusstsein. Die Situation in der Kölner Kammer sei ein "Spiegelbild der Situation in der Wirtschaft allgemein", so der Brief im Wortlaut. Der eher geringe Anteil an der ehrenamtlichen Arbeit der Kammer habe verschiedene Gründe. "Ob durch eine gesetzlich angeordnete Frauenquote in den ehrenamtlichen IHK Gremien die Situation nennenswert verbessert werden kann, halten wir aus den geschilderten Gründen daher für fraglich", schreiben die Unternehmerinnen der IHK abschließend.

























