27. 05. 2012
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Köln: Stadtwerke-Chef Böllinger wechselt Ende 2008 in den Ruhestand
Dies gab die KVB AG am gestrigen Montag in einer Presseerklärung bekannt.
Der amtierende Stadtwerkechef und frühere Kämmerer der Stadt Köln tut
dies aus eigenem Wunsch und aus privaten Gründen, hieß es dort weiter.
Am gestrigen Montag informierte Böllinger eigenen Angaben zufolge den
Vorsitzenden des KVB-Aufsichtsrates Wilfried Kuckelkorn darüber, dass
er auf die angebotene Verlängerung seines Vertrages als
KVB-Vorstandssprecher verzichten werde. „Meine Maxime war immer, etwas
ganz oder gar nicht zu machen. Da ich im Falle einer Vertragsverlängerung zum Jahreswechsel 2008/2009
keine vollständige Fünf-Jahres-Vertragszeit mehr erreichen würde, habe
ich mich entschlossen, die Leitung des Unternehmens in Hände übergehen
zu lassen, die die kommenden Herausforderungen ohne vorzeitige
Begrenzung strukturieren und begleiten können“, erklärte Böllinger.
Höhepunkt einer langen Laufbahn
Mit Freude und Begeisterung habe ihn seine zuletzt ausgeübte Tätigkeit
als Stadtwerkechef und Sprecher des KVB-Vorstandes erfüllt, ließ
Böllinger weiter verlautbaren. Ab 2009 werde er sich mehr privaten
Dingen widmen, da auch seine Frau zum gleichen Zeitpunkt aus dem
aktiven Berufsleben ausscheiden wird, so ein weiterer Grund für die
Entscheidung. Sein Vertrag endet zum 31. Dezember 2008. Die restliche
Zeit will sich der scheidende Sprecher des stadteigenen Konzern vor
allem um die von ihm eingeleiteten Veränderungsprozesse kümmern. Zudem
wolle er sich voll und ganz um die Umsetzung des vor kurzem
beschlossenen Maßnahmenpakets für mehr Sauberkeit, Sicherheit und
bessere Fahrgastinformationen bemühen. „Diese Aufgaben liegen mir am
Herzen, und ich werde mich mit Engagement diesen Zielen für noch mehr
Kundenfreundlichkeit widmen“, erklärte Böllinger weiter.
Sowohl der Vorsitzende des Aufsichtsrates der KVB AG Wilfried
Kuckelkorn als auch SWK-Aufsichtsratschef Martin Börschel bedauerten
die Entscheidung Böllingers. „Ich bedaure diesen Schritt von Herrn
Böllinger sehr. Herr Böllinger hat die KVB wesentlich mit seinem Team
nach vorne gebracht. Es hätte den Kölner Verkehrs-Betrieben sicherlich
gut getan, wenn er dem Unternehmen auch nach seiner ersten Amtsperiode
erhalten geblieben wäre“, erklärte Kuckelkorn. „Ich habe die Arbeit und
die Leistung von Herrn Böllinger stets sehr geschätzt. Er hat im
Stadtwerke Konzern wie in der KVB eine neue Verhaltenskultur
eingebracht und sie vorbildlich vorgelebt“, lobte SPD-Politiker
Börschel die Leistung des scheidenden SWK-Chefs. Einen Nachfolger habe
man zwar noch nicht, werde aber in den entsprechenden Gremien „zu
gegebener Zeit“ diesen Punkt thematisieren, hieß es dazu abschließend.

























