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27. 05. 2012
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Michael Frahnert ist nicht mehr OVB-Chef


23.07.2009 10:21 von:

Schlagwörter: Köln,OVB,Holding,Frahnert,Vorstandsvorsitzender,Aufsichtsrat,Machtkamopf,Finanzv

Der bisherige Vorstandsvorsitzende der Kölner OVB Holding AG, Michael Frahnert, ist mit sofortiger Wirkung entlassen worden. Der am Heumarkt ansässige Finanzvermittler kündigte diesen Schritte bereits am späten Dienstagnachmittag in einer kurzen Presseerklärung an. Über die Gründe für den plötzlichen Rausschmiss machte das Unternehmen keine Angaben, aber nach Darstellung verschiedener Tageszeitungen sollen unterschiedliche Auffassungen zur zukünftigen Strategie den Ausschlag für die Entscheidung des Aufsichtsrates gegeben haben. Dass der Abgang des seit 2006 amtierenden Vorstandsvorsitzenden eher mit heißer Nadel gestrickt war, bestätigt auch die Tatsache, dass es vorerst keinen direkten Nachfolger für Frahnert gibt. Stattdessen rückt der bereits 65-jährige Wilfried Kempchen in den Vorstand des Unternehmens.

Die Bilanz des geschassten Finanzmanagers liest sich dabei durchaus ordentlich. Frahnert brachte das Unternehmen im Jahr 2007 erfolgreich an die Börse. Insbesondere durch den konsequenten Ausbau des Vertriebs in den mittel- und osteuropäischen Staaten hatte die OVB Holding in den zurückliegenden Jahren ihren Vertriebsumsatz deutlich ausbauen können. Das Kölner Unternehmen belegt unter den größten Finanzvertrieben immerhin Platz fünf. Gerüchten zufolge könnte Frahnert aber auch Opfer eines Machtkampfes zwischen den Großaktionären Baloise und Deutscher Ring sein. Beide Großaktionäre kämpfen hinter den Kulissen seit Monaten um mehr Macht in dem Finanzvertrieb. Frahnert hingegen galt als unabhängiger Manager, der sich den Beschlüssen des Aufsichtsrats nicht immer kritiklos gebeugt haben soll. Bekannt ist zudem, dass die Chemie zwischen Aufsichtsratschef Wolfgang Fauter (heute Signal Iduna) und Frahnert nicht gestimmt haben soll, berichtete das Handelsblatt am gestrigen Mittwoch.

Michael Frahnert wäre ohnehin bald in den Ruhestand gegangen. Sein Vertrag wäre kurz vor Vollendung des 65. Lebensjahres Ende 2010 ausgelaufen. Ausgeschlossen sei hingegen, dass die rückläufigen Zahlen des ersten Quartals 2009 oder gar Missmanagement der Grund gewesen sind. Das wurde auch vonseiten der OVB offiziell bestritten, berichtete das Handelsblatt weiter.







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