27. 05. 2012
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RheinEnergie mit Rekordjahr und zwei neuen Stiftungen
Angesichts der aktuellen Diskussion um Strompreiserhöhungen in
Deutschland verteidigte Haumann die Preispolitik seines Unternehmens.
Scharf kritisierte er dabei das Vorgehen des hessischen
Energieministers, der wenige Tage zuvor die zur Genehmigung anstehenden
Preiserhöhungen allesamt ablehnte. Auch die RheinEnergie habe beim
zuständigen Ministerium in Düsseldorf einen Antrag auf eine „moderate“
Erhöhung gestellt, bis heute jedoch noch keinen Entscheid erhalten. Er
rechne jedoch damit, dass der positive Bescheid aus Düsseldorf noch in
dieser Woche eintreffen werde. Die Erhöhung der Strompreise, für die
das Unternehmen in den vergangenen 3 Jahren eine Preisgarantie abgab,
soll jedoch deutlich unter 10 Prozent betragen, verriet der
RheinEnergie-Chef.
Rheinenergie-Chef bei seiner letzten Pressekonferenz als Vorstandschef
„Bei der Debatte sollte man bedenken, dass inzwischen der staatliche
Anteil am Strompreis auf 42 Prozent gestiegen ist“, gab Haumann zu
Bedenken. Der Spielraum, den Energieunternehmen für eine mögliche
Preissenkung zur Verfügung haben, sei demnach denkbar knapp. Dies
müsste anlässlich der aktuellen Debatte bedacht werden, erklärte
Haumann weiter. Für die RheinEnergie selbst steht ein neuer Rekord ins
Haus. Niemals zuvor habe das Unternehmen mehr verdient. Mit einem
voraussichtlichen Umsatz von rund 2,5 Milliarden € stehe ein Gewinn vor
Steuern in Höhe von über 200 Millionen € zu Buche. Positiv entwickeln
sich auch die Beteiligungen. Die derzeit 49-prozentige Beteiligung an
den Stadtwerken Troisdorf soll bereits Anfang 2006 auf 100 Prozent
erhöht werden. Die RheinEnergie ist im Rhein-Sieg-Kreis an einer
„großen Lösung“, die auch die Übernahme des Endkundengeschäfts sowie
eines 25,1-prozentigen Anteils an der Rhenag mit einbezieht. Im
Gegenzug sollte die Stadt Troisdorf mit 5,1 Prozent an der RheinEnergie
beteiligt werden, die bisherigen Sacheinlagen reichten jedoch nicht
aus. Spätestens bis Mitte 2006, so sieht es der Konsortialvertrag vor,
soll die Vereinbarung mit der Rhenag unterzeichnet werden. Die Rhenag
hält über die RWE-Gruppe derzeit 5,56 Prozent an der RheinEnergie und
12 Prozent an den Stadtwerken Troisdorf. Als sicher gilt die Übernahme
von 49 Prozent an der Energieversorgung Dormagen. Der notarielle
Kaufvertrag soll morgen unterzeichnet werden. Die restlichen Anteile
verbleiben bei der Stadt Dormagen, das Plazet von Kommunalaufsicht und
Kartellamt liegt
vor.
Nach der Bekanntgabe dieser Zahlen widmete sich Haumann, der auch nach
seinem Ausscheiden aus dem Vorstand des Versorgers in beratender
Funktion für die RheinEnergie tätig sein wird, den geplanten
Stiftungen. Beide Stiftungen sollen mit jeweils 15 Millionen € Kapital
ausgestattet sein. Angesichts der derzeitigen Kapitalmarktzinsen ergibt
sich eine jährliche Ausschüttung in Höhe von ca. 500.000 €. Neben der
schon bestehenden GEW-Stiftung (Stiftsungskapital: fast 28 Millionen €)
werden zukünftig eine Familien- und eine Kulturstiftung Fördergelder an
Projektträger ausschütten. Dies soll erstmals bereits im Herbst 2006
geschehen, so das Ziel des Initiators. Haumann, der weiterhin
Vorsitzender der GEW-Stiftung bleiben wird, übernimmt auch den Vorsitz
in den beiden neuen Stiftungen. Zunächst sollen im 1. Quartal die
organisatorischen Voraussetzungen geschaffen werden. Anschließend werde
es eine erste Bewerbungsphase geben, die im Herbst 2006 erstmals mit
Stiftungsgeldern gefördert werden soll. Einzelpersonen können jedoch
keine Förderungsanträge stellen, dies können nur Projektträger, stellte
Haumann abschließend klar.
Weitere Informationen zur GEW-Stiftung finden Sie im Internet unter: gew-stiftung.de.

























