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27. 05. 2012
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RheinEnergie mit Rekordjahr und zwei neuen Stiftungen


19.12.2005 23:00 von:

Schlagwörter: RheinEnergie AG,Stiftungen,Köln,Strompreiserhöhung,Helmut Haumann,Vorstandsvorsi

Angesichts der aktuellen Diskussion um Strompreiserhöhungen in Deutschland verteidigte Haumann die Preispolitik seines Unternehmens. Scharf kritisierte er dabei das Vorgehen des hessischen Energieministers, der wenige Tage zuvor die zur Genehmigung anstehenden Preiserhöhungen allesamt ablehnte. Auch die RheinEnergie habe beim zuständigen Ministerium in Düsseldorf einen Antrag auf eine „moderate“ Erhöhung gestellt, bis heute jedoch noch keinen Entscheid erhalten. Er rechne jedoch damit, dass der positive Bescheid aus Düsseldorf noch in dieser Woche eintreffen werde. Die Erhöhung der Strompreise, für die das Unternehmen in den vergangenen 3 Jahren eine Preisgarantie abgab, soll jedoch deutlich unter 10 Prozent betragen, verriet der RheinEnergie-Chef.
       
Rheinenergie-Chef bei seiner letzten Pressekonferenz als Vorstandschef


„Bei der Debatte sollte man bedenken, dass inzwischen der staatliche Anteil am Strompreis auf 42 Prozent gestiegen ist“, gab Haumann zu Bedenken. Der Spielraum, den Energieunternehmen für eine mögliche Preissenkung zur Verfügung haben, sei demnach denkbar knapp. Dies müsste anlässlich der aktuellen Debatte bedacht werden, erklärte Haumann weiter. Für die RheinEnergie selbst steht ein neuer Rekord ins Haus. Niemals zuvor habe das Unternehmen mehr verdient. Mit einem voraussichtlichen Umsatz von rund 2,5 Milliarden € stehe ein Gewinn vor Steuern in Höhe von über 200 Millionen € zu Buche. Positiv entwickeln sich auch die Beteiligungen. Die derzeit 49-prozentige Beteiligung an den Stadtwerken Troisdorf soll bereits Anfang 2006 auf 100 Prozent erhöht werden. Die RheinEnergie ist im Rhein-Sieg-Kreis an einer „großen Lösung“, die auch die Übernahme des Endkundengeschäfts sowie eines 25,1-prozentigen Anteils an der Rhenag mit einbezieht. Im Gegenzug sollte die Stadt Troisdorf mit 5,1 Prozent an der RheinEnergie beteiligt werden, die bisherigen Sacheinlagen reichten jedoch nicht aus. Spätestens bis Mitte 2006, so sieht es der Konsortialvertrag vor, soll die Vereinbarung mit der Rhenag unterzeichnet werden. Die Rhenag hält über die RWE-Gruppe derzeit 5,56 Prozent an der RheinEnergie und 12 Prozent an den Stadtwerken Troisdorf. Als sicher gilt die Übernahme von 49 Prozent an der Energieversorgung Dormagen. Der notarielle Kaufvertrag soll morgen unterzeichnet werden. Die restlichen Anteile verbleiben bei der Stadt Dormagen, das Plazet von Kommunalaufsicht und Kartellamt liegt vor.                      

Nach der Bekanntgabe dieser Zahlen widmete sich Haumann, der auch nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand des Versorgers in beratender Funktion für die RheinEnergie tätig sein wird, den geplanten Stiftungen. Beide Stiftungen sollen mit jeweils 15 Millionen € Kapital ausgestattet sein. Angesichts der derzeitigen Kapitalmarktzinsen ergibt sich eine jährliche Ausschüttung in Höhe von ca. 500.000 €. Neben der schon bestehenden GEW-Stiftung (Stiftsungskapital: fast 28 Millionen €) werden zukünftig eine Familien- und eine Kulturstiftung Fördergelder an Projektträger ausschütten. Dies soll erstmals bereits im Herbst 2006 geschehen, so das Ziel des Initiators. Haumann, der weiterhin Vorsitzender der GEW-Stiftung bleiben wird, übernimmt auch den Vorsitz in den beiden neuen Stiftungen. Zunächst sollen im 1. Quartal die organisatorischen Voraussetzungen geschaffen werden. Anschließend werde es eine erste Bewerbungsphase geben, die im Herbst 2006 erstmals mit Stiftungsgeldern gefördert werden soll. Einzelpersonen können jedoch keine Förderungsanträge stellen, dies können nur Projektträger, stellte Haumann abschließend klar.

Weitere Informationen zur GEW-Stiftung finden Sie im Internet unter: gew-stiftung.de.







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