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27. 05. 2012
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Wipro-Vorstandschef besucht die Domstadt


27.04.2010 19:31 von:

Schlagwörter: Köln,Wirtschaftsförderung,Indien,Softwarekonzern,Azim Premji,Besuch,Wirtschaftsd

Im November 2007 eröffnete der indische IT-Konzern Wipro in Köln seine Deutschland-Zentrale. Unter Leitung von Deutschlandchef Ralf Reich sind derzeit bereits rund 450 Mitarbeiter des Konzerns in Deutschland tätig. Das indische IT-Unternehmen ist einer der am schnellsten wachsenden High-Tech-Konzerne der Welt. Auch auf dem deutschen Markt hat das Unternehmen des Inhaber Azim Premji inzwischen einen festen Kundenstamm aufbauen können. So betreut der indische IT-Dienstleister unter anderem die interne IT des Software-Giganten Microsoft. Elite-Absolvent Premji setzte dabei frühzeitig auf den Trend der Auslagerung von Rechenleistungen und IT in Unternehmen. Mit einem Jahresumsatz von zuletzt rund fünf Milliarden Euro und mehr als 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit gilt das Unternehmen inzwischen als so etwas wie der heimliche "Rising Star" der internationalen IT-Branche. Als der heutige Vorstandschef das Unternehmen von seinem Vater übernahm, bedeutete der Name Wipro noch "Western India Palm Refined Oils" und stand für das damalige Kerngeschäft, den Handel mit Pflanzenölen. Harvard-Absolvent Premji wandelte das Unternehmen zunächst zu einem Hardwarehersteller, später zu einem Softwareunternehmen um.

In Deutschland selbst betreuen die rund 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der deutschen Tochter inzwischen 28 Großkunden. Im Mittelpunkt des Gespräches standen unter anderem auch die Vorteile des IT-Standorts Köln sowie die weitere Entwicklung des Wirtschaftsstandorts. Ein weiteres wichtiges Thema ist der Komplex "Green-IT", auch hier gilt das Unternehmen als eines der führenden weltweit. Gemeint ist mit diesem Begriff die Bestrebung, die Nutzung von Informationstechnik bzw. Informations- und Kommunikationstechnologie über deren gesamten Lebenszyklus hinweg umweltgerecht und Ressourcen schonend zu gestalten. Dies beginnt beim Design der Systeme und der Produktion der Komponenten bis hin zu deren Verwendung und Entsorgung bzw. dem Recycling der Geräte. So will das Unternehmen auch in der Zukunft sein überdurchschnittliches Wachstum fortsetzen. Im vergangenen Geschäftsjahr 2008/2009 stiegen die Umsätze trotz der weltweiten Nachfragerückgänge um immerhin zehn Prozent an. In Köln arbeiten derzeit rund zehn Mitarbeiter in der neuen Deutschland-Zentrale im Hagen-Campus im Stadtteil Kalk. In einem Jahr könnten es nach Aussage der Verantwortlichen bereits doppelt so viele sein. Auch für die Kölner Wirtschaftsförderung ist die Ansiedlung und der Ausbau der Kölner Niederlassung ein Erfolg. "Es ist ein gutes Zeichen für die Qualität des IT-Standortes Köln, wenn so ein Player sich entscheidet, den deutschen Markt von hier aus zu erschließen", findet auch Wirtschaftsdezernent Walter-Borjans. Inzwischen hat die 2006 vom damaligen Oberbürgermeister Fritz Schramma gestartete Indien-Offensive bereits 47 Unternehmen an den Rhein gelockt.







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