27. 05. 2012
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14,9 Prozent weniger Unternehmensinsolvenzen in NRW
Dies gab das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik (LDS) am heutigen Freitag bekannt.
Gegenüber dem dritten Quartal 2005 waren das 14,9 Prozent weniger
(damals: 2665 Unternehmensinsolvenzen). In 1576 Fällen wurde ein
Insolvenzverfahren eröffnet; in 693 Fällen musste die Eröffnung mangels
Masse abgewiesen werden. Neben den Unternehmen beantragten 6369 weitere
Schuldner die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Dabei wurde das 1999
im Rahmen der Insolvenzrechtsreform eingeführte
Verbraucherinsolvenzverfahren für Personen, die nicht selbstständig
tätig sind (z. B. Arbeitnehmer/innen, Rentner/innen, Arbeitslose), in
5794 Fällen in Anspruch genommen. Das waren 36,7 Prozent mehr als im
dritten Vierteljahr 2005 (damal: 4240). Bei den übrigen 575 Fällen
handelte es sich z. B. um ehemals Selbständige, die nicht eindeutig
zugeordnet werden konnten, Nachlässe und Ähnliches.
Insgesamt belief sich die Zahl der Insolvenzen in Nordrhein-Westfalen
von Juli bis September 2007 auf 8638 (drittes Quartal 2005: 7510). Die
hieraus resultierenden Forderungen summieren sich auf voraussichtlich
1,95 Milliarden Euro. Für die ersten neun Monate des Jahres 2007
ermittelten die Statistiker mit 24.465 eine um 11,8 Prozent höhere
Gesamtzahl der Insolvenzen als im entsprechenden Zeitraum des Jahres
2005. Dabei war die Zahl der Unternehmenszusammenbrüche mit 6099 um
26,6 Prozent niedriger, jene der Verbraucherinsolvenzen dagegen mit
16.500 um 40,1 Prozent höher als im Zeitraum Januar bis September 2005.
Köln schneidet besser ab als der Landesdurchschnitt
Insbesondere bei den Unternehmensinsolvenzen schneidet die größte
NRW-Kommune deutlich besser ab als der Landesdurchschnitt. Hier
registrierte das LDS eine Abnahme der Insolvenzfälle um 30,7 Prozent
auf 151. Davon betroffen waren 145 Mitarbeiter. Im dritten Quartal 2005
lag die Zahl der Unternehmensinsolvenzen noch bei 218, so das LDS
weiter. Insgesamt ging die Gesamtzahl aller Insolvenzen um sechs
Prozent auf 457 Fälle zurück. Bei den Verbraucherinsolvenzen stieg die
Zahl um 12,3 Prozent auf 274, hinzu kamen 32 sonstige Insolvenzen, acht
mehr als im Vergleichsquartal 2005. Besonders hart getroffen hatte es
im dritten Quartal 2007 die Stadt Aachen. Hier verdoppelte sich die
Zahl der Verbraucherinsolvenzen gegenüber dem dritten Quartal 2005 auf
nunmehr 96 Fälle. Im Gegensatz zum Landestrend erhöhte sich zudem auch
die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um 6,5 Prozent auf 34. In der
südlichen Nachbarstadt Bonn hingegen registrierte das LDS eine
Reduzierung der Unternehmensinsolvenzen von 59 auf 25, ein Rückgang als
von weit über 50 Prozent. Die Vergleichszahlen aus dem vergangenen Jahr
eignen sich nach Angaben des LDS nicht für einen Vergleich, da hier
noch Nachmeldungen eingearbeitet werden müssen. Sobald dies in die
Statistiken aufgenommen wurde, will das LDS diese Zahlen vorlegen.
Einen genauen Zeitpunkt nannte man jedoch nicht.
Die kompletten Zahlenreihen aller NRW-Kommunen finden Sie unter:
www.lds.nrw.de/presse/pressemitteilungen/2007/pdf/212_07.pdf

























