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27. 05. 2012
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14,9 Prozent weniger Unternehmensinsolvenzen in NRW


01.02.2009 22:04 von:

Schlagwörter: NRW,Wirtschaft,Konjunktur,Unternehmensinsolvenzen,LDS,Statistik,Abnahme

Dies gab das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik (LDS) am heutigen Freitag bekannt.   Gegenüber dem dritten Quartal 2005 waren das 14,9 Prozent weniger (damals: 2665 Unternehmensinsolvenzen). In 1576 Fällen wurde ein Insolvenzverfahren eröffnet; in 693 Fällen musste die Eröffnung mangels Masse abgewiesen werden. Neben den Unternehmen beantragten 6369 weitere Schuldner die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Dabei wurde das 1999 im Rahmen der Insolvenzrechtsreform eingeführte Verbraucherinsolvenzverfahren für Personen, die nicht selbstständig tätig sind (z. B. Arbeitnehmer/innen, Rentner/innen, Arbeitslose), in 5794 Fällen in Anspruch genommen. Das waren 36,7 Prozent mehr als im dritten Vierteljahr 2005 (damal: 4240). Bei den übrigen 575 Fällen handelte es sich z. B. um ehemals Selbständige, die nicht eindeutig zugeordnet werden konnten, Nachlässe und Ähnliches.

Insgesamt belief sich die Zahl der Insolvenzen in Nordrhein-Westfalen von Juli bis September 2007 auf 8638 (drittes Quartal 2005: 7510). Die hieraus resultierenden Forderungen summieren sich auf voraussichtlich 1,95 Milliarden Euro. Für die ersten neun Monate des Jahres 2007 ermittelten die Statistiker mit 24.465 eine um 11,8 Prozent höhere Gesamtzahl der Insolvenzen als im entsprechenden Zeitraum des Jahres 2005. Dabei war die Zahl der Unternehmenszusammenbrüche mit 6099 um 26,6 Prozent niedriger, jene der Verbraucherinsolvenzen dagegen mit 16.500 um 40,1 Prozent höher als im Zeitraum Januar bis September 2005.

Köln schneidet besser ab als der Landesdurchschnitt

Insbesondere bei den Unternehmensinsolvenzen schneidet die größte NRW-Kommune deutlich besser ab als der Landesdurchschnitt. Hier registrierte das LDS eine Abnahme der Insolvenzfälle um 30,7 Prozent auf 151. Davon betroffen waren 145 Mitarbeiter. Im dritten Quartal 2005 lag die Zahl der Unternehmensinsolvenzen noch bei 218, so das LDS weiter. Insgesamt ging die Gesamtzahl aller Insolvenzen um sechs Prozent auf 457 Fälle zurück. Bei den Verbraucherinsolvenzen stieg die Zahl um 12,3 Prozent auf 274, hinzu kamen 32 sonstige Insolvenzen, acht mehr als im Vergleichsquartal 2005. Besonders hart getroffen hatte es im dritten Quartal 2007 die Stadt Aachen. Hier verdoppelte sich die Zahl der Verbraucherinsolvenzen gegenüber dem dritten Quartal 2005 auf nunmehr 96 Fälle. Im Gegensatz zum Landestrend erhöhte sich zudem auch die Zahl der Unternehmensinsolvenzen um 6,5 Prozent auf 34. In der südlichen Nachbarstadt Bonn hingegen registrierte das LDS eine Reduzierung der Unternehmensinsolvenzen von 59 auf 25, ein Rückgang als von weit über 50 Prozent. Die Vergleichszahlen aus dem vergangenen Jahr eignen sich nach Angaben des LDS nicht für einen Vergleich, da hier noch Nachmeldungen eingearbeitet werden müssen. Sobald dies in die Statistiken aufgenommen wurde, will das LDS diese Zahlen vorlegen. Einen genauen Zeitpunkt nannte man jedoch nicht.

Die kompletten Zahlenreihen aller NRW-Kommunen finden Sie unter: www.lds.nrw.de/presse/pressemitteilungen/2007/pdf/212_07.pdf







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