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27. 05. 2012
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16 Industrie- und Handelskammern legen Positionspapier vor


15.12.2008 23:00 von:

Schlagwörter: IHK,Positionspapier,Industriestandort,NRW,Wirtschaftsprognose

Damit wolle man in Zeiten globaler Wirtschaftskrisen und angesichts der derzeitigen Wirtschaftsprognosen ein positives Zeichen für den Industriestandort Nordrhein-Westfalen setzen, wie der Präsident der Düsseldorfer Kammer Prof. Dr. Ulrich Lehner ausführte. Das Papier soll dabei Ausdruck des realwirtschaftlichen Geschehens sein, wie die Verantwortlichen weiter betonten. Eine gesunde industrielle Basis sei nicht nur für das bevölkerungsreichste Bundesland die volkswirtschaftliche Basis.

„In Nordrhein-Westfalen hat sich eine moderne und global wettbewerbsfähige Industriestruktur herausgebildet. Die Industrie ist mit ihren innovativen Produkten die Basis für Wachstum und Beschäftigung auch für den Dienstleistungssektor“, ergänzte Paul Bauwens-Adenauer, Präsident der
IHK Köln. Auch Dr. Herbert Ferger, Hauptgeschäftsführer der IHK Köln, hebt auf die Bedeutung der Industrie für die gesamte Volkswirtschaft der Region ab „Die industrielle Basis ist der Ausgangspunkt für Investitionen, für Innovationen, für Arbeits- und Ausbildungsplätze. In der Industrie ist viel unternehmerischer Mittelstand zu Hause“, weiß Ferger.

In Nordrhein-Westfalen beschäftigen die rund 17.000 Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes insgesamt 1,4 Millionen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in sozialversicherungspflichten Arbeitsverhältnissen. Der Anteil an der gesamten Wertschöpfung liegt immer noch bei rund einem Viertel. Innerhalb von NRW stellt alleine die IHK-Region Köln, gemessen am Umsatz, die fünftgrößte Industrieregion Deutschlands dar. Immerhin verdient hier jeder fünfte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte sein Geld im verarbeitenden Gewerbe. Hinzu kommen zahlreiche Arbeitsplätze bei industrienahen Dienstleistern wie Sicherheits- oder Logistikdienstleistungen, Reinigungsunternehmen, bei Dienstleistern für Datenverarbeitung oder Marketingagenturen. Rund 900 Industriebetriebe mit mehr als 20 Mitarbeitern sorgen in der Region für Wachstum und Wohlstand und beschäftigen insgesamt 134.000 Mitarbeiter. In und um Köln arbeiten damit zehn Prozent aller Industriebeschäftigten aus ganz NRW. Mehr als 55 Milliarden Euro setzten diese Betriebe im Jahr 2007 um, die Exportquote erreichte 48 Prozent, so die nüchterne Bestandsaufnahme.

Ferger forderte daher im Namen nicht nur seines Kammerbezirks und der dort zusammen geschlossenen Unternehmen von der Politik verlässliche Zukunftsperspektiven. Im Einzelnen bedeutet das ausreichend erschlossene Industrie- und Gewerbeflächen für Betriebserweiterungen und Neuansiedlungen, eine Umweltpolitik mit Augenmaß, eine Steuerpolitik, die den Unternehmen Spielräume für Investitionen und Innovationen lässt, eine Verkehrsinfrastruktur, die kontinuierlich ausgebaut und instand gesetzt wird, sowie eine Telekommunikationsinfrastruktur auf Grundlage modernster Technik. Diese und andere Belange der Industrie müssten ernst genommen werden, so die 16 IHKs in ihrem Positionspapier.

Das IHK-Positionspapier „Mit der Industrie in die Zukunft“ finden Sie auf den Internet-Seiten der IHK Köln unter www.ihk-koeln.de.







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