27. 05. 2012
Seite drucken
16 Industrie- und Handelskammern legen Positionspapier vor
Damit wolle man in Zeiten globaler Wirtschaftskrisen und angesichts der
derzeitigen Wirtschaftsprognosen ein positives Zeichen für den
Industriestandort Nordrhein-Westfalen setzen, wie der Präsident der
Düsseldorfer Kammer Prof. Dr. Ulrich Lehner ausführte. Das Papier soll
dabei Ausdruck des realwirtschaftlichen Geschehens sein, wie die
Verantwortlichen weiter betonten. Eine gesunde industrielle Basis sei
nicht nur für das bevölkerungsreichste Bundesland die
volkswirtschaftliche Basis.
„In Nordrhein-Westfalen hat sich eine moderne und global
wettbewerbsfähige Industriestruktur herausgebildet. Die Industrie ist
mit ihren innovativen Produkten die Basis für Wachstum und
Beschäftigung auch für den Dienstleistungssektor“, ergänzte Paul
Bauwens-Adenauer, Präsident der
IHK Köln. Auch Dr. Herbert Ferger, Hauptgeschäftsführer der IHK Köln,
hebt auf die Bedeutung der Industrie für die gesamte Volkswirtschaft
der Region ab „Die industrielle Basis ist der Ausgangspunkt für
Investitionen, für Innovationen, für Arbeits- und Ausbildungsplätze. In
der Industrie ist viel unternehmerischer Mittelstand zu Hause“, weiß
Ferger.
In Nordrhein-Westfalen beschäftigen die rund 17.000 Unternehmen des
Verarbeitenden Gewerbes insgesamt 1,4 Millionen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter in sozialversicherungspflichten Arbeitsverhältnissen. Der
Anteil an der gesamten Wertschöpfung liegt immer noch bei rund einem
Viertel. Innerhalb von NRW stellt alleine die IHK-Region Köln, gemessen
am Umsatz, die fünftgrößte Industrieregion Deutschlands dar. Immerhin
verdient hier jeder fünfte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte
sein Geld im verarbeitenden Gewerbe. Hinzu kommen zahlreiche
Arbeitsplätze bei industrienahen Dienstleistern wie Sicherheits- oder
Logistikdienstleistungen, Reinigungsunternehmen, bei Dienstleistern für
Datenverarbeitung oder Marketingagenturen. Rund 900 Industriebetriebe
mit mehr als 20 Mitarbeitern sorgen in der Region für Wachstum und
Wohlstand und beschäftigen insgesamt 134.000 Mitarbeiter. In und um
Köln arbeiten damit zehn Prozent aller Industriebeschäftigten aus ganz
NRW. Mehr als 55 Milliarden Euro setzten diese Betriebe im Jahr 2007
um, die Exportquote erreichte 48 Prozent, so die nüchterne
Bestandsaufnahme.
Ferger forderte daher im Namen nicht nur seines Kammerbezirks und der
dort zusammen geschlossenen Unternehmen von der Politik verlässliche
Zukunftsperspektiven. Im Einzelnen bedeutet das ausreichend
erschlossene Industrie- und Gewerbeflächen für Betriebserweiterungen
und Neuansiedlungen, eine Umweltpolitik mit Augenmaß, eine
Steuerpolitik, die den Unternehmen Spielräume für Investitionen und
Innovationen lässt, eine Verkehrsinfrastruktur, die kontinuierlich
ausgebaut und instand gesetzt wird, sowie eine
Telekommunikationsinfrastruktur auf Grundlage modernster Technik. Diese
und andere Belange der Industrie müssten ernst genommen werden, so die
16 IHKs in ihrem Positionspapier.
Das IHK-Positionspapier „Mit der Industrie in die Zukunft“ finden Sie auf den Internet-Seiten der IHK Köln unter www.ihk-koeln.de.

























