27. 05. 2012
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2008: Ein Boomjahr für Köln und das Land NRW
Das Statistische Landesamt IT.NRW hat am heutigen Mittwoch die Zahlen zur Umsatzentwicklung der nordrhein-westfälischen Unternehmen veröffentlicht. Im Boomjahr 2008 stiegen demnach die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Prozent an. Die Gesamterlöse aller Unternehmen im Land beliefen sich demnach auf 1,36 Billionen Euro, in der Statistik sind insgesamt 667.400 umsatzsteuerpflichtige Unternehmen gelistet. 107 der NRW-Unternehmen erzielten in diesem Jahr einen Umsatz jenseits der Milliarde Euro-Marke, hieß es dazu weiter. Zusammen kamen diese Unternehmen auf einen Gesamterlös in Höhe von 459 Milliarden Euro und waren damit alleine für ein Drittel der gesamten Umsätze verantwortlich. Die beiden bedeutendsten Wirtschaftsbereiche waren das Verarbeitende Gewerbe und der Handel sowie die Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen und Gebrauchsgütern. Während die NRW-Industrie im Jahr 2008 ihre Umsätze um 5,4 Prozent auf 476 Milliarden Euro steigern konnte, blieb die Umsatzentwicklung im Bereich des Handels und der Instandhaltung/Reparatur von Kfz und Gebrauchsgütern mit einem Umsatzvolumen von rund 447 Milliarden Euro nahezu auf Vorjahresniveau (+ 0,1 Prozent). Zugleich sank die Exportquote der Unternehmen trotz boomenden Welthandels von 16,6 auf 16 Prozent. Auch hier war das Verarbeitende Gewerbe mit einer Exportquote von 32 Prozent (Vorjahr: 33,1 Prozent) führend, Waren im Wert von 152 Milliarden Euro waren für ausländische Märkte bestimmt, teilten die Landesstatistiker weiter mit.
In Köln stiegen die Umsätze in diesem Jahr etwas schwächer als im Landesdurchschnitt. In ihrer regionalen Statistik wies das Landesamt für die Stadt Köln einen ermittelten Jahresumsatz in Höhe von etwas mehr als 116 Milliarden Euro aus, ein Anstieg von immerhin 3,3 Prozent. In der Statistik erfasst waren 48.924 Unternehmen. Damit bleibt Köln weiterhin der zweitgrößte Wirtschaftsstandort in Nordrhein-Westfalen. An die Boomjahre 2005 und 2006 mit Umsatzsteigerungen von 8,2 bzw. 9,3 Prozent kam man in 2008 jedoch nicht heran. Im Jahr 2007 stiegen die Umsätze Kölner Unternehmen allerdings mit 1,2 Prozent deutlich weniger stark an als der Landesdurchschnitt. Deutlich schlechter erging es der Wirtschaft in der südlichen Nachbarkommune Bonn. Hier erwirtschafteten 13.235 Unternehmen einen Jahresumsatz in Höhe von 75,442 Milliarden Euro, 3,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Mit der Deutschen Telekom und der Deutschen Post beheimatet der Wirtschaftsstandort Bon gleich zwei der umsatzstärksten Dax-Konzerne. Spitzenreiter nach Umsätzen bleibt die Landeshauptstadt Düsseldorf. Hier erwirtschafteten 32.811 Unternehmen einen Jahresumsatz in Höhe von knapp 200,4 Milliarden Euro, ein Anstieg von 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Essen als drittgrößter Wirtschaftsstandort des Landes erwirtschaftete mit seinen 20.305 Unternehmen in 2008 einen Jahresumsatz in Höhe von 101,981 Milliarden Euro. Dabei rückt die Ruhrgebietsmetropole nahe an die Umsatzleistung der Domstadt heran. Im Jahr 2008 erzielten die Essener Unternehmen damit einen Umsatzanstieg von immerhin 13,2 Prozent und übersprangen damit erstmals die Grenze von 100 Milliarden Euro Umsatz.

























