27. 05. 2012
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Arbeitgeber fordern mehr Transparenz und endlich ein Konzept aus einem Guss
Der Vorsitzende der Arbeitgebervereinigung Köln Michael Jäger mahnte
die anwesenden Ratspolitiker an, endlich stabile Mehrheiten im
Stadtrat auf die Beine zu stellen. „Lassen Sie es mich deutlich sagen:
Angesichts dieser Situation machen sich Entsetzen und tiefe Verärgerung
in der Wirtschaft breit“, erklärte Jäger. Die Kölner Arbeitgeber
forderten „ein Konzept aus einem Guss“ für so wichtige Bereiche wie
Bebauung, Infrastruktur, Gewerbeflächen und Standortmarketing.
Deutliche Worte auf dem so genannten Katerfrühstück der Kölner Arbeitgeber
„Dem müsse ein geschlossenes Finanzierungskonzept gegenüberstehen, bei
dem das Ziel einer nachhaltigen Konsolidierung nicht aus den Augen
verloren werden darf“, so Jäger weiter. Insbesondere bei der
Außenwirkung mache sich dies negativ bemerkbar. Köln müsse demnach als
„schlechtes Beispiel dafür herhalten, das insgesamt etwas faul ist im
Lande“, hieß es dazu weiter. Der offensichtliche Mangel an Transparenz,
so Jäger, werde bereits in der internationalen Wirtschaftspresse unter
dem Stichwort „wheeling and dealing“ behandelt.
Oberbürgermeister Schramma verwies hingegen auf das große Potenzial
Kölns. Kölns Stadtoberhaupt warnte die Arbeitgeber davor, den Standort
schlecht zu reden, biete Köln als „Logistikstandort“ im Zentrum der
Europäischen Union hervorragende Möglichkeiten. Gleichzeitig machte er
darauf aufmerksam, dass einige Entscheidungen gerade aufgrund der
ungesicherten Mehrheitsverhältnisse nicht zeitnah getroffen werden
konnten. Nach Ansicht Schrammas treffe dies auf die Beispiele Ausbau
des Godorfer Hafens und die Etablierung eines Wirtschaftsdezernats zu.
Gerade im letzteren Fall übte der Oberbürgermeister Kritik an der
Politik des Kernbündnisses aus SPD und Grünen.
Der Verein Arbeitgeber Köln vertreten die wirtschafts- und
sozialpolitischen Interessen zahlreicher Unternehmensverbände im
IHK-Bezirk Köln. Der Verein repräsentiert damit rund 20.000 Unternehmen
mit insgesamt rund 340.000 Beschäftigten.

























