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27. 05. 2012
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Bürgel: Deutlich weniger Firmeninsolvenzen im ersten Halbjahr


06.08.2011 12:20 von:

Schlagwörter: Köln,Hamburg,Wirtschaftsauskunftsdatei,Bürgel,Halbjahr,2011,Firmenpleite,Insolve

Die Zahl der Firmeninsolvenzen in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2011 gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich zurückgegangen. Wie die in Hamburg ansässige Wirtschaftsauskunftsdatei Bürgel am gestrigen Donnerstag mitteilte, ging die Zahl der Firmeninsolvenzen um 10,9 Prozent auf 15.302 zurück. "Die konjunkturelle Lage in Deutschland wirkt sich auch positiv auf die Firmeninsolvenzstatistik aus", erläutert Bürgel-Geschäftsführer Dr. Norbert Sellin. Da das konjunkturelle Hoch laut führenden Wirtschaftsinstituten anhalten soll - wenn auch in abgeschwächter Form - rechnet Bürgel für das Gesamtjahr 2011 mit einem Rückgang auf bis zu 30.000 Fälle. Das entspricht dem zahlenmäßigen Niveau vor der Finanzkrise.

"Würde sich der wirtschaftliche Aufwärtstrend im aktuellen Jahr weiter fortsetzen, gäbe es bezogen auf die vergangene Dekade nur im Jahr 2007 weniger Firmeninsolvenzen als im Jahr 2011", ergänzt Sellin. Einziger Makel: Im zweiten Quartal 2011 mussten 6,1 Prozent mehr Firmen einen Insolvenzantrag stellen als im ersten Quartal des Jahres: Waren es in den ersten drei Monaten lediglich 7423 Unternehmen, standen im Folgequartal 7879 Firmen vor dem Aus. Die weitere Entwicklung der Unternehmensinsolvenzen könnte indes stark von der Schuldenkrise in Europa, die den hiesigen wirtschaftlichen Aufschwung zu dämpfen droht, beeinflusst werden.

Im Ranking der Bundesländer steht das bevölkerungsreichste mit Nordrhein-Westfalen an der Spitze. 3187 Insolvenzen fielen im Bindestrichland an. Auf den weiteren Plätzen folgen Bayern mit 1870 und Niedersachsen mit 1701 Firmenpleiten. Deutlich aussagekräftiger ist jedoch die Zahl der Firmenpleiten im Bezug auf die Gesamtzahl aller eingetragenen Firmen. Hier liegen die südlichen Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern mit 35 bzw. 32 Insolvenzen pro 10.000 Firmen an der Spitze. NRW nimmt hier einen Mittelfeldplatz. In Bremen ist die Zahl der Insolvenzen sogar entgegen dem Bundestrend gestiegen, in Baden-Württemberg stellten die Statistiker der Wirtschaftsauskunftsdatei sogar den stärksten Rückgang. Die regionale Schere scheint sich damit weiter zu erhöhen. Einzelunternehmen hatten mit 44,5 Prozent den größten Anteil der Firmenpleiten, GmbH trugen zu 35,8 Prozent an der Gesamtheit der Firmeninsolvenzen bei. Auch hier gab es deutliche Unterschiede. Während bei den GmbH & Co.KGs die Zahl der Insolvenzen um 23 Prozent zurückgingen, sank sie bei den Einzelunternehmen lediglich um 2,4 Prozent.







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