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27. 05. 2012
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Deutsche Exportwirtschaft profitiert von Boom in Schwellenländern


06.02.2010 16:48 von:

Schlagwörter: Köln,Germany,Export,Exportkonjunktur,Aussichten,2010,China,Indien,Türkei,Brasili

Die Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing der Bundesrepublik Deutschland, Germany Trade & Invest, mit Sitz in Köln hat in dieser Woche eine wieder anziehende Exportkonjunktur ausgemacht. Wie die Analysten auf Basis aktuellen Datenmaterials herausgefunden hat, spielen dabei vor allem Schwellenländer eine zunehmend wichtige Rolle. Besonders stark entwickelt sich die Nachfrage nach deutschen Exportgütern derzeit in Saudi-Arabien und der Türkei. Auch andere Staaten der so genannten BRIC-Staatengruppe bieten demnach derzeit gute Exportvoraussetzungen, so die staatliche Agentur weiter. Das bundeseigene Unternehmen hatte die weltweiten Exportmärkte analysiert und die Ergebnisse am vergangenen Donnerstag in einer Pressekonferenz vorgestellt. Insgesamt analysierten die Autoren der Studie 68 Exportmärkte auf ihre Geschäftschancen für deutsche Unternehmen.

Als besonders attraktiv stufen sie demnach Länder mit relevanter Marktgröße ein, die die Krise vergleichsweise rasch überwunden haben und für die gute Wachstumschancen prognostiziert werden. Schwerpunkt der Untersuchung waren die acht Kernbranchen der deutschen Außenwirtschaft: Maschinenbau, Automobilindustrie, Chemie, Bau, Elektronik und ITK sowie Umwelt- und Medizintechnik. Klarer Spitzenreiter ist China, gefolgt von Indien, Brasilien, Russland, Saudi-Arabien und der Türkei. Damit bestätigen sich Einschätzungen von 2009: Die Krise war vor allem eine Krise der Industriestaaten, die Schwellenländer haben sich dagegen als bemerkenswert widerstandsfähig erwiesen. "Das heißt aber keinesfalls, dass die traditionellen Exportmärkte in Westeuropa und den USA vernachlässigt werden dürfen. Im Gegenteil, diese Märkte muss Deutschland weiter mit großem Engagement bearbeiten. Allerdings hat die Krise auch den Blick für neue Chancen in den Schwellenländern geöffnet", erklärte Michael Pfeiffer, Geschäftsführer Germany Trade & Invest.

Vor allem Produkte der Hochtechnologie sind besonders beliebt im Ausland. So stieg beispielsweise das Exportvolumen nach China im vergangenen Jahr trotz Krise weiter an. Besondere Chance habe dabei deutsche Maschinenbauer in China. Die chinesische Konjunktur ist trotz internationaler Nachfragekrise aufgrund der stabilen Binnenkonjunktur weiterhin ein boomender Markt. Für das laufende Jahr rechnen die Experten mit einem BIP-Wachstum von neun Prozent. China ist inzwischen unter den Zielländern deutscher Exportmärkte bereits auch den achten Platz vorgerückt. Weiterhin gute Chancen räumen die Experten der Bauzulieferindustrie und der Umwelttechnologie ein. Auch die zweitgrößte Nation der Erde, Indien, gehört zu den wichtigen Zielländern. Im laufenden Finanzjahr (April bis März) rechnen die Analysten mit einem BIP-Wachstum von immer noch sechs bis 6,5 Prozent. In Brasilien soll das Bruttoinlandsprodukt um immerhin noch fünf Prozent wachsen. Auch von hier erwartet Germany Trade & Invest wesentliche Impulse.

Weitere Informationen zu den Top-Exportmärkten 2010 finden Sie unter: www.gtai.de.







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