27. 05. 2012
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DIW: Konjunkturdämpfer im zweiten Quartal 2011 nur vorrübergehend
Im zweiten Quartal meldete das Statistische Bundesamt vor Wochenfrist einen spürbaren Dämpfer in der wirtschaftlichen Entwicklung. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Wirtschaftsleistung in Deutschland um nur noch 0,1 Prozent. Die Konjunkturexperten des DIW Berlin gehen in ihrer aktuellen Konjunkturprognose davon aus, dass das Wachstum des Bruttoinlandsprodukt, also die Summe aller produktiven Leistungen im dritten Quartal wieder um 0,4 Prozent wachsen wird. Das wäre eine deutlich Korrektur nach oben, so die Berliner Wirtschaftsforscher.
"Der Trend weist in der Industrie weiter aufwärts", erläuterte DIW-Konjunkturchef Ferdinand Fichtner. Allerdings wies er auch daraufhin, dass die Zeiten einer drei vor dem Komma der Konjunktur-Lokomotive vorläufig der Vergangenheit angehören, das Wachstum bleibt jedoch "ordentlich". Hoffnungen setzt der Fachmann des DIW auf die Bauwirtschaft und den Export. Die Stimmung unter den Unternehmen hatte sich zuletzt deutlich eingetrübt. Doch Rezessionsängste zu schüren, sei angesichts des prognostizierten Wachstum nicht angebracht, meinte Fichtner weiter. Der Experte warnte jedoch davor, die Verunsicherung zusätzlich zu schüren. Die Wachstumsrate über das Gesamtjahr könnte durchaus die Drei-Prozent-Marke erreichen. Und bedeutet in einer so großen Volkswirtschaft wie der Deutschen dieser Tage "Hochkonjunktur".

























